Montag, 26. Juli 2010

Schlechter Einfluss

Misambo wird weiß - es scheint so als würden wir abfärben. Aber die Kids haben sich sofort danach wieder gewaschen und hatten wieder ihren schönen Teint.


Ansonsten hat Britta medizinische Hilfeleistungen in ihren Alltag mit aufgenommen. Ein Kind hatte ziemlich üblen Ausschlag, dank Brittas hilfe geht es dem kleinen Mädchen jetzt wieder richtig gut.
Von den Eltern wurden wir daraufhin zum Essen eingeladen: Hühnchen mit Ubwali. Dazu muss man wissen, dass es hier Hühnchen nur zu ganz besonderen Anlässen gibt. Als ein Zeichen besonderer Wertschätzung gilt wenn der Magen (Gizzard) dann auch noch mit dabei ist - wie in unserem Fall geschehen - das ist das Zeichen dafür, dass das Hühnchen extra für den Gast geschlachtet wurde.

Letzten Samstag durfte ich dann mein eigenes Grab schaufeln...

Das wird das neue Klo für die Kirche. Wir haben uns beim Arbeiten schön abgewechselt. Immer einer der arbeitet und der Rest schaut zu - ich habe dabei den kleinsten Teil arbeit abgekommen...

Mittwoch, 14. Juli 2010

Wette verloren

Gemeinsam mit meinem holländischen Kollegen - Matthijs Laan - hatte ich während der WM eine Wette laufen, die ich nun dank Spanien verloren habe. Es handelte sich dabei um folgende Wette:
Der Anhänger der schlechter abschneidenden Nation muss die Nationalhymne des anderen Landes singen und auf seinem Blog veröffentlichen.
Hiermit erfülle ich nun meine Wettschuld:



Man beachte bitte den Text der Nationalhymne:

Wilhelmus von Nassawe bin ich von deutschem Blut,
dem Vaterland getreu bleib ich bis in den Tod;
ein Prinz von Oranien bin ich frei unverwehrt,
den König von Hispanien hab ich allzeit geehrt.

Damit hätten wir gleich zwei Dinge geklärt:
1. Holland IST eine deutsche Provinz
2. Als Verehrer des Gegners fällt es scheinbar schwer vor dem Tor eiskalt zuzuschlagen...

Montag, 12. Juli 2010

WM-Studio Misambo

Auch mitten im Busch war das Interesse an Fußball groß. Leider haben die wenigsten die technischen Voraussetzungen (Antenne, Fernseher und Autobatterie). Ich hatte schon fast ein schlechtes Gewissen, dass ich nur ein paar Leute aus der Kirche eingeladen hatte, als ich hörte, dass anderenorts 20 Leute vor einem s/w 14" Fernseher sitzen.

Aber auch mein 15.4" Farb-Laptop war machtlos wenn mal wieder in der Stadt der Strom ausgefallen war und die Übertragung abgebrochen wurde. So geschehen im Finale von der 91. bis zur 11o. Minute. Aber unser holländischer Kollege in Ndola hat uns per SMS auf dem Laufenden gehalten.Später konnten wir dann 5 Minuten lang mitverfolgen wie vermutlich irgendein Techniker versucht hat den Sender wieder einzustellen. Kein "Stöhrungsbild" wie in D, sondern life mit-ansehen welche Schritte er unternimmt. - wir sahen ziemlich oft das gleiche...

Stain war immer ein wenig unzufrieden wenn Gäste zu den Spielen kamen und sie deshalb draußen bleiben musste.

Samstag, 26. Juni 2010

Alltag im Dorf

Wir haben uns so langsam eingelebt und unseren eigenen Rhythmus aus Wasserholen, Feuer machen, Hof fegen, Sprache lernen und Predigen gefunden. Zwischendurch gibt es dann aber auch immer wieder Höhepunkte:
Agricultureshow. Was in Deutschland wohl als Leistungsschau durchgehen würde ist hier die Präsentation der eigenen Ernteerträge. Der König (Imfumu) war auch da und hat eine Rede geschwungen, die beim Volk gut angekommen ist – auch wenn ich den Inhalt nicht verstanden habe. Ich war mit Leuten aus meiner Gemeinde dort – sie haben einen Trostpreis von 20.000 Kwacha bekommen (ca. 3 Euro). Insgesamt waren 44 Cooperatives da.
Cubb spielen. Mit meinem heißgeliebten SwissTool (unglaublich wie oft ich das hier gebrauchen kann) hab ich ein Cubb Spiel gebastelt. Zwei Stunden später standen 50 Kinder im Hof und haben gespielt und zugeschaut.
Seit kurzem ist unser Hund bei uns im Dorf. Er fühlt sich mittlerweile wohl – ebenso die meisten unserer Nachbarn. Sein Spitzname am Anfang war Inkalamo (Löwe), weil er mit seinen 6 Monaten schon alle anderen Kläffer im Dorf deutlich überragt. Probleme macht uns nur ihr Spieltrieb, wenn „Stain“ (so der echte Name), mal wieder den Hühnern der Nachbarn nachjagt.

Vielen Dank wenn ihr weiter für unser Sprachstudium und die Menschen in unserer Gemeinde betet. Wir haben hier sehr liebe Leute um uns und sind für diese Gebetserhörung sehr dankbar.

Samstag, 29. Mai 2010

Ein Kochhütte für Britta

Zunächst wurden die "Sparren festgebunden...... dann wurde am Weg zum Friedhof Gras geschnitten...

... dieses wurde festgebunden...

...und nun steht unsere Insaka. Was noch fehlt: Der Fußboden, die Mauer aussenherum und mehr Gras, damit das Dach auch wasserdicht ist.Das ist der Hammer: Frisch gebackenes Brot (von Britta mit Holzkohle) und eine Bixawurschd aus Deutschland! Auf den Feierabend.

Donnerstag, 27. Mai 2010

Bei uns ist was los...

Heute nach der Kirche und Spaghetti Bolognese ging es wie so oft am Sonntagnachmittag auf den örtlichen Sportplatz. Acht Mannschaften waren angetreten. Es ging nicht darum ein Turnier zu gewinnen, sondern darum gut zu spielen. In Kasama wird von einem Unternehmer eine neue Fußballmannschaft aufgestellt. Er rekrutiert bei solchen Veranstaltungen Spieler für ein Probetraining.
Seit wir im Donnerstag im Dorf angekommen waren, war dies das Hauptgesprächsthema. Leider hat sich Misambo nicht so gut angestellt. Wir haben 3:1 verloren – und das obwohl sie vor dem Spiel die Bayern-Trikots ausgezogen haben und in ManU-Shirts angetreten sind…

Für uns ist das immer eine gute Möglichkeit mit vielen Leuten in Kontakt zu kommen. Auch der Headman (Bürgermeister) und seine Berater waren da. Er hat versucht seine Jungs auf eine besondere Art zu motivieren: „Wenn die das Spiel verlieren können sie sich danach auf das Spielfeld legen und bekommen eine Tracht Prügel.“ – Er hat dann aber doch Gnade walten lassen und die Spieler sind enttäuscht vom Feld geschlichen. Naja vielleicht beim nächsten Mal.

Tore werden hier richtig gefeiert. Die Männer bleiben stehen. Aber der Rest stürmt wie wild auf das Feld und feiert die Spieler.

Sehr erfreulich für Britta: unsere Kochhütte (Insaka) nimmt so langsam Formen an. Nächsten Samstag soll das Grasdach noch draufkommen und dann hat Britta wenigstens Schatten beim Kochen.

Freitag, 21. Mai 2010

Kirchenkonferenz

Letzte Woche war ich gemeinsam mit Jens Weißflog und einigen Pastoren aus Kasama und Umgebung bei der Kirchenkonferenz. Von Mittwoch bis Samstag wurde getagt, diskutiert und beschlossen. Als junger Missionar war meine Hauptaufgabe ruhig in der letzten Reihe zu sitzen und zu beobachten.

Manches war beeindruckend, anderes empfand ich als Deutscher als haarsträubend. Aber alles in allem war es eine super gute Zeit. Nicht nur mit den Kirchenmitgliedern auch das Wiedersehen mit den Missionarskollegen aus dem Kupfergürtel war sehr schön.

Schockiert war ich als ich mich am ersten Morgen freiwillig gemeldet habe um beim Frühstück vorbereiten zu helfen. Drei Scheiben Toast pro Person – davon 1,5 nur bestrichen (entweder Butter oder Erdnussbutter oder Marmelade). Mein kleines Glas Erdnussbutter sollte für 40 Personen reichen…

Das schönste an dem Trip in den Kupfergürtel (900 km und nein keine Deutsche Autobahn): Wir konnten unsere Kisten die im Container gekommen sind endlich in den Norden nehmen. Das war eine Freude als wir das alles ausgepackt haben. Aber das meiste bleibt vorläufig mal noch in den Kisten da wir im Dorf a. nicht so viel Platz haben und b. nicht so viel brauchen.

Bitte betet weiter für das Lernen der Sprache und die Gemeinschaft mit den Kirchenmitgliedern und den Menschen in unserer Nachbarschaft.


Jeder Tag begann mit einer Bibelarbeit und gemeinsamem Singen.

Die verantwortlichen in der ZBA: Topman Champalama und Edgar Chembo. Bitte betet für sie und ihre Arbeit.

Michael Pflaum - er ist auch in der Leitung der ZBA. Gleichzeitig ist er der Dienstälteste Pastor im Kirchenverband.

Na, an wen erinnert Euch Mr. Kapalaula? Er ist der Kassier der ZBA.