Dienstag, 18. April 2017

Vom Urlaub zur Konferenz

Zur Zeit haben wir Besuch von Oma Linda. Wir waren gemeinsam im Urlaub in Livingstone. Haben viel Wasser gesehen und auch einige der wunderschönen Tiere, die Gott geschaffen hat.




Von dort ging es in drei 'kurzen' Tagesfahrten zurück nach Kasama. Für HaPe ging es dann gleich am nächsten Tag weiter zur gemeinsamen, en Osterkonferenz von drei kleinen Gemeinden. Wir hatten eine gute Gemeinschaft, mit dem Tansania See immer im Hintergrund.



Britta war froh, dass sie über Ostern nicht allein war und sie hatten viel Spaß als Familie zu Hause - Britta wurde vom sambischen Gastprediger in unserer Gemeinde überrascht als er sich mit ihr auf deutsch unterhalten hat.  





Dienstag, 14. März 2017

Wer hat Angst vorm weißen Mann? Und wenn er kommt?


Vergangenen Sonntag waren wir vom Bezirk zum zweiten Mal in Lubushi. Das ist ein kleines Dorf entlang der Straße nach Westen - zirka 100 km von Kasama entfernt. In einem verfallenen Gebäude trifft sich eine kleine Gruppe Christen. Ein paar von Ihnen haben früher zu anderen Baptisten-Gemeinden gehört und deshalb kamen sie auf die Idee uns um Hilfe zu bitten.
Wir haben gemeinsam Gottesdienst gefeiert und werden nun versuchen alle 14 Tage zu dieser Gemeinde zu kommen um vor allem die Leiter zu schulen.
Ich als weißer Missionar bin dort nicht so gerne gesehen - zumindest nicht wenn es um Evangelisation geht. Die Erklärung: Weiße Menschen werden generell als Satanisten angesehen, bis man vom Gegenteil überzeugt ist. Innerhalb der Gemeinde ist meine Anwesenheit aber kein Problem - ich war ja gemeinsam mit einer Gruppe von sambischen Leitern unterwegs ;-)
Das ist ein ganz deutliches Zeichen für mich, wie sehr die Menschen hier in Angst gefangen sind. In der traditionellen Religion ist Angst (nicht nur vor weißen Menschen) an der Tagesordnung und vertrauensvolle Beziehungen und innerer Frieden ist für viele ein Fremdwort. Bitte betet, dass Gott uns gebraucht um den Menschen in Lubushi zu begegnen und sie ihm vertrauen und seinen Frieden erleben.

Sonntag, 22. Januar 2017

Was macht ihr eigentlich...

Wir haben endlich - nach etwas mehr als einem Jahr in Kasama - ein Grundgerüst in unserer Arbeit gefunden um das wir die ganzen anderen Termine versuchen anzuordnen: Sonntags bin ich meistens zu Predigtdiensten unterwegs, Britta ist bei der Frauengruppe in der Hauptgemeinde mit dabei und ich treffe mich mit Leitern von drei Gemeinden wöchentlich zu "Schulungen". Wir haben Arbeitsmaterial an dem wir uns entlang-hangeln, aber es kommen immer auch viele andere Fragen und Themen zur Sprache, die die einzelnen Leiter persönlich beschäftigen.
Misheck, ein Leiter, mit dem ich mich von Anfang an getroffen hatte, musste leider aus Kasama wegziehen um näher an seiner Arbeitsstelle zu sein - er ist Traktor-Fahrer auf einer großen Kaffeeplantage. Dadurch können wir uns nicht mehr regelmäßig treffen, auch in seiner Gemeinde kann er kaum noch mitarbeiten. Es wird von ihm erwartet, dass er sieben Tage die Woche arbeitet, für Gottesdienst und Gemeinde haben seine indischen Chefs wenig Verständnis. Auf der einen Seite ist er auf das Geld angewiesen um seine Familie zu ernähren, auf der anderen Seite möchte er so schnell wie möglich wieder zurück nach Kasama kommen. Es ist ihm ein Anliegen in der Gemeinde aktiv zu sein und die meisten privaten Arbeitgeber hier halten recht wenig von Arbeitsrecht oder ähnlichem. Da es wenig Arbeitsplätze gibt sind die Angestellten oft in einer Zwangslage und können recht leicht ausgebeutet werden. Sein Plan ist Kapital anzusparen um einen kleinen Laden anzufangen.
Wir wollen Misheck gerne helfen, damit er möglichst schnell wieder in Kasama sein kann. Bitte betet doch für die Situation auf der Farm. Wir waren gestern gemeinsam unterwegs (ich bin bei ihm vorbeigekommen auf dem Weg zu einem Gottesdienst). Ich habe versucht ihn zu ermutigen auch diese Zeit zu nutzen um seinen Nachbarn und Arbeitskollegen dort von Jesus zu erzählen. Ich bin gespannt, wie Gott ihn dort gebrauchen wird.

Dienstag, 29. November 2016

... ich bin der Herr, dein Arzt

Seit nunmehr einem Monat wird unsere Familie immer wieder von Krankheiten geplagt. Emma und Lea haben mehrfach Antibiotika bekommen und Malaria Medizin, Noah und Lea mussten im Krankenhaus an den Tropf gehängt werden, damit sie nicht "austrocknen". Auch Britta und zu guter letzt mich selber hat es erwischt (Fieber, Durchfall, Erbrechen).
Wir sind mit unseren Kräften ziemlich am Ende und sehnen uns danach, dass Gott sein Versprechen, dass er Israel damals gegeben hat auch an uns erfüllt. Dieser Satz war heute Morgen beim Bibel lesen meine Ermutigung, aber es gibt noch mehr.
Wir wissen, dass viel in Deutschland für uns gebetet wird und dafür sind wir von Herzen dankbar. Gestern als Noah in der Mungwi-Klinik am Tropf hing sind drei Pastoren mit ihren Frauen gekommen um für uns zu beten, auch hier in Kasama sind der Pastor und Gemeindeglieder vorbeigekommen und einige andere haben angerufen oder sich über Facebook/WhatsApp/SMS - ja das alles gibt es hier ;-) - bei uns gemeldet.
Auch wenn wir die Krankheitszeit nicht "genießen" ist es für uns doch eine Ermutigung, dass wir ganz praktisch sehen können, dass wir von den Leitern und Gemeinden als ihre Missionare angesehen werden und sie uns zur Seite stehen.

Donnerstag, 15. September 2016

Kurzurlaub

Wir haben einen neuen Präsidenten, das Gericht hat den Einspruch der Opposition nicht rechtzeitig bearbeiten können (das muss nach 14 Tagen geschehen sein) und deshalb wurde mit 3 gegen 2 Richterstimmen entschieden, dass das Ergebnis so wie es bisher verkündet wurde bestehen bleibt.
Der neue / alte Präsident wurde nun also vereidigt und benennt nun seine vielen Minister. Wir Schwaben würden sagen: Es bleibt halt a geschmäckle... Aber dafür ist es bei uns nach wie vor friedlich.

Wir haben das perfekte Auto für Camping-Urlaub - da kann
man auch mal etwas mehr Gepäck mitnehmen.
Zwischendurch haben wir noch für vier Tage Kurz-Urlaub gemacht und sind mit unserer Camping-Ausrüstung an eine heiße Quelle gefahren. Wir haben die Tage sehr genossen und konnten zwischendurch auch noch eine kleine "Safari" auf einer Privat-Farm machen. Dort gibt es zwar kein Großwild, aber dafür muss man auch nichts bezahlen... - der Schwabe mal wieder ;-)
Noah hat sich auf dem Campingplatz mit einem älteren Schweizer Ehepaar angefreundet, die für ein paar Monate durch Afrika reisen. Er wollte gerne mit ihnen gehen. Seine Argumentation: Die Schweiz liegt doch ganz in der Nähe von Deutschland, dann könnte mich die Oma abholen und ich könnte sie besuchen.


Kurz nach unserem Urlaub war ich für zwei Tage in Ndola (zwei Mal ca. 12 Stunden Busfahrt). Wir haben über die Finanzen für 2017 gesprochen und unser Budget zusammengestellt. An der Stelle einen ganz herzlichen Dank, an alle die unsere Arbeit auch finanziell ermöglichen. Wer "einsteigen" möchte kann das ganz einfach an dieser Stelle tun (als Verwendungszweck: "Arbeit Hans-Peter Hertler, Sambia" angeben) - du musst noch nicht einmal einen Schritt machen, ein Klick genügt ;-) Wir wissen um Gottes Versorgen und haben das in den vergangenen Jahren  erlebt, aber mit einer regelmäßigen Spende/Dauerauftrag würde die "Zitterpartie" am Jahresende etwas entspannter werden. Herzlichen Dank!

Dienstag, 23. August 2016

August = Ferien-Zeit = Konferenz-Zeit

Im sambischen Schulsystem wird das Jahr in drei Terms eingeteilt, die jeweils von ca. einem Monat Ferien (April, August, Dezember) unterbrochen werden. Dazu gibt es in der Mitte des Terms immer nochmal eine Woche Ferien.
Der "Term-Break" im August ist die Zeit in der die meisten Konferenzen stattfinden. So war ich in der ersten Woche bei einer Pastoren-Konferenz unseres Kirchenverbandes. Die Bibelarbeiten gingen um das Thema "Pastoraler Dienst".
Die zeitgleich stattfindende Frauenkonferenz viel deshalb für Britta leider flach - sie durfte / musste mit den Kindern zu Hause bleiben.
Diese Woche findet bei uns die Jugendkonferenz statt und Pastor Pensulo (aus Mbala) und ich werden gemeinsam die Bibelarbeiten halten. Bitte betet um eine gesegnete Konferenz und, dass Gott die Herzen und das Leben der jungen Leute verändern kann und sie in ihrem Glauben wachsen. Wir erwarten ungefähr 300 Jugendliche und junge Erwachsene. Gemeinsam wollen wir auch in der Stadt ein Zeichen setzen mit einer Müll-Einsamml-Aktion und einem Besuch im Krankenhaus bei dem wir Zeugnis geben werden, eine Station putzen wollen und falls möglich auch noch Lieder vortragen (jede Jugendgruppe hat einen eigenen Chor und für diese Chöre sind die Konferenzen immer ein Höhepunkt und natürlich auch anders herum).

Zwischendurch hatten wir hier noch eine Präsidentschaftswahl. Das Ergebnis war sehr knapp und laut Opposition kam es bei der Auszählung der Stimmen und der Übertragung der Ergebnisse zu - sagen wir mal - Unstimmigkeiten. Die Opposition hat das Ergebnis nun vor Gericht angefochten. Vor allem in den großen Städten und den Hochburgen der Opposition ist die Lage gerade angespannt/gewalttätig. Bitte betet dafür, dass die Menschen friedlich bleiben und die Gerichte neutral und ohne Beeinflussung arbeiten können und das Land nicht zu lange in diesem Macht-Vakuum verharren muss. Bei uns in Kasama ist aber alles friedlich.

Donnerstag, 28. Juli 2016

Der Taubenschlag...

Letzte Woche waren die Pastoren aus der Muchinga-Provinz bei uns zu besuch. Wir hatten - wie erwartet - zwei sehr schöne Tage miteinander. Bei unserem Ausflug zu den Chishimba-Wasserfällen in der Nähe von Kasama habe ich die Pastoren "benutzt" um mir bei meiner Predigtvorbereitung für den kommenden Sonntag zu helfen.

Sieht fast aus wie das Cover-Foto für ein Gospel-Album... immerhin wir haben auch gesungen. Ich hätte wohl etwas leiser gesungen hätte ich gewusst, dass einer der Drei unser Singen mit dem Handy aufnimmt...

Es war sehr hilfreich für mich, ihre Einsichten zu hören - so manches was wir im gemütlichen Kreis besprochen haben fand seinen Weg in meine Predigt über Hiobs Integrität im Leiden.
Einen Tag nachdem die Pastoren sich wieder in ihre "Einsatzorte" aufgemacht haben, bekamen wir besuch von Familie Meier. Samuel ist unser Teamleiter und wir hatten eine gute Zeit miteinander - auch die Kinder haben viel Spaß gehabt. Noah und Mika wollten einen Tunnel zu Noahs Freund (drei Häuser weiter) graben - immerhin ein 50 cm tiefes Loch ist nun in unserem Garten...


Als Meiers abgefahren sind saß Edwin Chama schon fast im Bus um ebenfalls zu uns nach Kasama zu kommen. Mr. Chama arbeitet für Dawn Trust Community Care in Ndola. Einem Projekt in dem auch die Liebenzeller Mission involviert ist. Er kam nach Kasama um eine kleine Gruppe von Farmern über alternativen Feldanbau zu unterrichten. Organisiert hatte das ganze unser Kollege hier in Kasama Frank Krämer gemeinsam mit Pastor Kasanda. Da Familie Krämer gerade in Deutschland ist hat Edwin Chama bei uns übernachtet und ich war sein Fahrer - Britta hat die Gelegenheit genutzt und sich noch ein paar Tipps für unseren Garten bei ihm geholt.

Auch die nächsten Wochen werden wir uns noch über so manchen Besuch freuen dürfen, bevor es dann in der Zeit der Präsidenten-Wahl in Sambia (11. August 2016) wohl etwas ruhiger werden wird.