Dienstag, 25. September 2012

Die erste Malaria

hat Noah hiermit überstanden. War richtig tapfer der Kleine und wir sind riesig froh, dass er jetzt wieder für mehr Action sorgt. Vielen Dank für alle Gebete.


Damit es nicht langweilig wird, war Britta gleichzeitig noch bei einer Frauenkonferenz. Das Thema war "Einheit" (Unity). Diese lässt sich äußerlich mit einer Uniform leicht herstellen, aber für echte Einheit braucht es mehr als die gleiche Kleidung. Bitte betet, dass die Frauen umsetzen und anwenden können was sie in diesen Tagen gelernt haben.


Donnerstag, 20. September 2012

Selbstjustiz - leider ohne Foto

Vor kurzem hat sich folgendes Zugetragen:
Ein Besucher wollte unser Haus verlassen. Wie hier üblich hab ich ihn begleitet. Allerdings haben wir sehr schnell gemerkt, dass irgend etwas nicht stimmt. Jede Menge Menschen waren auf der Straße und ein riesiges Geschrei. 
Sie hatten einen Dieb erwischt und der wurde nun gejagt. Auf seiner Flucht hat er versucht sich in ein Haus zu retten. Wir haben nicht  mitbekommen wie das ganze ausgegangen ist, aber grundsätzlich kann man sagen: Wer von der Polizei erwischt wird ist besser dran. 
Naja vielleicht schreckt es ja den ein oder anderen ab, der schon sein "Ding" für die nächste Zeit geplant hatte. 
Wir hingegen fühlen uns ziemlich sicher. Zum einen haben sich unsere beiden Hunde mittlerweile einen gewissen Ruf erarbeitet (wir sind gerade dabei unseren Zaun zu verstärken um die Passanten zu schützen...), zum anderen haben wir eine höhere Schutzmacht, die niemals schläft und auch nicht streunen geht.

Gebetsanliegen: 
Noah hatte zuerst Durchfall und musste sich übergeben. Dann kam Fieber hinzu, das immer wieder hoch und runter ging. Am Donnerstag wurde er dann positiv auf Malaria getestet. Er bekommt nun Medizin und wir hoffen, dass er bald wieder gesund ist.
Britta ist Freitag und Samstag bei unserer Frauenkonferenz als Rednerin eingeteilt. Ich werde am Sonntag im Abschlußgottesdienst predigen dürfen. Die weiteren Einheiten werden von Pastor Chabu gehalten. 

Mittwoch, 12. September 2012

Pastoren, Kollegen und Geschwister

Im August haben wir viel Zeit auf der Straße verbracht. Zunächst war HaPe in Musenga (ca. 650 km)  bei der Pastoren-Freizeit unseres Kirchenverbandes. Ich wurde mit zwei chinesischen Amerikanern in ein Zimmer gesteckt - und das während Olympia... Sie waren gemeinsam mit Bill Shuit zur Freizeit gekommen. Bill ist Leiter der LM USA. Es ist unglaublich wie schnell man sich mit fremden Menschen verstehen kann, wenn man zur gleichen Familie gehört.
Für chinesische Christen gibt es eine riesige Chance zur Arbeit unter ihren Landsleuten hier in Mpika. Bitte betet, dass Gott Türen öffnet und geeignete Missionare gefunden werden.
Die beiden waren ein unglaubliches Zeugnis. Als ich mit ihnen einkaufen war haben die Sambier gesagt: Das sind keine Chinesen, die verhalten sich nicht wie Chinesen. Chinesen haben in Sambia bei der Bevölkerung keinen guten Ruf - die beiden haben das in ihren Begegnungen innerhalb von fünf Minuten wiederlegt!


Nach dieser Pastoren-Freizeit haben wir uns als Missionarsteam in der Nähe von Lusaka getroffen (ca. 400 km) und ein paar Tage miteinander verbracht. Das tut unglaublich gut. Für uns sind diese Zeiten besonders wertvoll, da wir in Mpika doch sehr abgeschieden leben  und uns der Austausch mit anderen fehlt. Mein persönliches Highlight war ein 800 gr. Rump-Steak, frisch von der Metzgerei auf den Grill. Zwischenzeitlich war auch Ramona - Brittas Schwester - in Sambia angekommen.

Dann ging es zurück nach Mpika (ca. 600 km) für die Jugendkonfernz. Drei Tage im Busch, warmes Wasser und ein trockenes Brötchen als Frühstück. Aber jede Menge Spaß und gute Gemeinschaft. Ich durfte zwei Bibelarbeiten über Jona halten - ihr glaubt nicht wie oft ich Noah gesagt hab. Gottes Liebe für Menschen die verloren sind hat mich neu begeistert. Selbst für die, die wir als hoffnungslose Fälle abgeschrieben haben. Aber die größte Aufmerksamkeit war dann doch beim Referat über Sexualität und Partnerschaft. Pastor Chabu hat es so schön gesagt: "You hit the nail (Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen)."


Aber für Ausruhen war keine Zeit. Schließlich war nun Urlaub dran. Mit kurzem Zwischenstopp in Lusaka - meinen Bruder Andi und Birgit & Billy abholen - ging es nach Livingston (ca. 1.150 km). Wir hatten eine super geniale Zeit in einer herrlichen Lodge die bestens für Camper ausgerüstet ist. Wir konnten viele Tiere sehen und einfach eine entspannte Zeit mit unseren Besuchern verbringen.


Was man auf dem Bild nicht sieht sind die drei Game-Ranger mit ihren AK 47 Sturmgewehren. "We are professionaly trained. We know what we are doing. You are safe."

Aber dann ging es auch schon wieder zurück nach Mpika (ca. 1.150 km). Schließlich sollten unsere Besucher auch noch sehen wie und wo wir leben. Viel zu schnell mussten sie uns dann leider schon wieder verlassen. Diesmal haben wir sie allerdings nur in einen sambischen Reisebus gesetzt - über diese Erfahrung müsst ihr die vier dann selber befragen. Aber immerhin, drei von vier wurden für ihr "Leiden" mit einem Upgrade auf Business-Class beim Flug nach Dubei belohnt.

Noah hat die ganzen Reisestrapazen ganz gut überstanden. Ist jetzt aber doch noch krank geworden (Durfall und Erbrechen). Er ist auf dem Weg der Besserung. Bitte betet, dass er bald wieder "ganz der Alte wird".

Mittwoch, 25. Juli 2012

Erste Taufen in Chobela

Vergangene Woche waren zwei Gemeindeleiter aus Mpika noch einmal für ein paar Tage in Chobela. Sie haben vor allem Zeit mit den neuen Leitern der Gemeinde verbracht und vier Gemeindeglieder auf ihre Taufe vorbereitet.
Am Sonntag kamen dann Pastor Chabu, der Kirchenchor aus Mpika und ich ebenfalls nach Chobela. Wir hatten einen schönen Gottesdienst - der aber zu früh angefangen hat. Alles vor 11 Uhr ist in Chobela eine recht einsame Veranstaltung. Im Anschluss an den Gottesdienst haben wir dann die Taufen durchgeführt.


Bitte betet für die Gemeinde und vor allem für die Leiter, dass sie gut zusammenarbeiten können. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, ist einer der Leiter mit zwei Frauen verheiratet (das ist hier durchaus nicht unüblich). Er wurde nun von Pastor Chabu herausgefordert einen Weg zu finden.
Voraussichtlich wird er sich von einer Frau scheiden lassen - aber nach wie vor für ihren Unterhalt und für die Kinder verantwortlich sein. Bitte betet, dass Gott der Familie zeigt wie es weitergehen kann. Betet besonders für die beiden Frauen.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Hunger nach DEM Wort...

Eigentlich wollte ich ja nur noch ein paar Schnäppchen aus dem christlichen "Resource Center" in Kasama abstauben. Aber dann war der "Mann mit dem Schlüssel" gerade leider nicht da und so wurde ich in ein kleines Büro gebracht in dem zwei Männer und eine Frau fleißig dabei waren die Bibel in Bemba zu übersetzen.
Es gibt zwar bereits eine Bibel in Chibemba, aber die Sprache ist ziemlich veraltet und nur wenige können sie noch wirklich verstehen - und ich mein wer geht schon mit der "Luther 1912" zur Evangelisation, bzw. zum Arbeitskollegen, Klassenkameraden, usw.
Seit wir in Sambia angekommen sind wurde uns immer wieder gesagt: "Zum Jahresende ist die Bibel fertig." Das hat nun schon drei Mal nicht geklappt und so entwickelt man mit der Zeit eine gewisse Skepsis, ob die Gerüchte dieses Mal stimmen. Es sieht nun tatsächlich ziemlich gut aus wurde mir gesagt. Zum Beweis wurden mir ein paar gedruckte Exemplare von Genesis geschenkt.
Auf dem Heimweg von Kasama musste ich dann denken: Vielleicht wäre es besser statt mit Skepsis und Spott mit Gebet zu reagieren. Deshalb die Einladung: Bitte betet mit, dass die Finanzen nicht ausgehen, die Mitarbeiter gesund bleiben, die Druckermaschienen funktionieren - kurz, dass wir möglichst bald die neuen Bibeln in unseren Händen halten können.
Zur Zeit gibt es noch nicht einmal die "alte" (evangelikale) Bemba-Übersetzung. Ich werde immer wieder nach Bibeln in Bemba gefragt (wohl gemerkt zum Kauf, nicht als Geschenk) und muss dann jedes Mal auf später vertrösten. Die "alte" Bibel wurde in einer neuen Auflage gedruckt - in China. Bitte betet, dass auch diese Möglichst bald im Land ankommt und der Hunger gestillt werden kann.

Dienstag, 10. Juli 2012

Eine neue Gemeinde

Und schon ist die Woche wieder vorbei. Letzten Montag sind wir mit zwei Autoladungen (insgesamt 25 Personen) und einem Anhänger die 80 km nach Chobela gefahren. Dort haben wir in für eine Woche unser Lager aufgeschlagen.
Vormittags sind wir im Dorf von Haus zu Haus gezogen und haben den Menschen das Evangelium verkündigt und sie zu einem Leben mit Jesus eingeladen. Das Überraschende: Alle - die noch keine Christen waren - haben Jesus angenommen.



Bei den nachmittäglichen Bibelstunden waren dann schon nicht mehr ganz so viele da, aber doch einige, die sich ernsthaft interessiert haben.

Das war dann das Ergebnis am Sonntag: Die Leute, die beim ersten Gottesdienst der Chobela Baptist Church (aus Chobela) mit dabei waren:


Hier sieht man wie Pastor Chabu, der Gemeinde vier Männer vorstellt, die vorläufig die Gemeinde leiten werden. Die Herausforderung ist jetzt für uns in Mpika, die Gemeinde weiter zu unterstützen, denn noch ist nichts vorbei, es hat gerade erst angefangen... Vielen Dank, wenn Du für die neue Gemeinde in Chobela betest, ganz besonders für die vier Männer. Es wäre schön wenn es weiter möglich wäre, dass wir uns in dem Klassenzimmer für die Gottesdienste treffen könnten.

Sonntag, 24. Juni 2012

Betet für Mpika

Im letzten Eintrag hatte ich geschrieben, dass wir planen in Chobela einen neuen Außenposten zu beginnen, nun fangen die Probleme an.
Gestern hatten wir Mitgliederversammlung in unserer Hauptgemeinde in Mpika. Dabei wurde eine Gemeindesatzung verabschiedet. Anschließend wollten wir Herrn Chishimba als Ältesten wählen - laut Satzung ist dafür eine 3/4 Mehrheit notwendig. Von den 25 anwesenden Mitgliedern haben aber nur 17 mit "Ja" gestimmt - 19 wären notwendig gewesen. Bitte betet für Herrn Chishimba, dass er dieses Ergebnis verkraften kann uns sich nicht aus der Gemeinde zurückzieht. Gerade auch für den Einsatz ist eine wichtige Stütze.
Am Tag zuvor, beim Treffen mit dem Leitungskreis, hatte ich noch gefragt ob es bei der Wahl Probleme geben könnte oder ob es eng werden könnte und mir war versichert worden, dass es keine Probleme geben sollte... Bitte betet um Einheit und gute Gemeinschaft besonders jetzt wo wir uns auf diesen Evangelisationseinsatz vorbereiten. 
Nächsten Samstag Vormittag bin ich außerdem noch als Gastredner (klingt gut - oder ;-) )bei der Jugendkonferenz einer anderen Kirche (Brüdergemeinde) hier in Mpika eingeladen. Bitte betet für eine gute Vorbereitung und offene Ohren und Herzen.