Mittwoch, 25. Juli 2012

Erste Taufen in Chobela

Vergangene Woche waren zwei Gemeindeleiter aus Mpika noch einmal für ein paar Tage in Chobela. Sie haben vor allem Zeit mit den neuen Leitern der Gemeinde verbracht und vier Gemeindeglieder auf ihre Taufe vorbereitet.
Am Sonntag kamen dann Pastor Chabu, der Kirchenchor aus Mpika und ich ebenfalls nach Chobela. Wir hatten einen schönen Gottesdienst - der aber zu früh angefangen hat. Alles vor 11 Uhr ist in Chobela eine recht einsame Veranstaltung. Im Anschluss an den Gottesdienst haben wir dann die Taufen durchgeführt.


Bitte betet für die Gemeinde und vor allem für die Leiter, dass sie gut zusammenarbeiten können. Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, ist einer der Leiter mit zwei Frauen verheiratet (das ist hier durchaus nicht unüblich). Er wurde nun von Pastor Chabu herausgefordert einen Weg zu finden.
Voraussichtlich wird er sich von einer Frau scheiden lassen - aber nach wie vor für ihren Unterhalt und für die Kinder verantwortlich sein. Bitte betet, dass Gott der Familie zeigt wie es weitergehen kann. Betet besonders für die beiden Frauen.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Hunger nach DEM Wort...

Eigentlich wollte ich ja nur noch ein paar Schnäppchen aus dem christlichen "Resource Center" in Kasama abstauben. Aber dann war der "Mann mit dem Schlüssel" gerade leider nicht da und so wurde ich in ein kleines Büro gebracht in dem zwei Männer und eine Frau fleißig dabei waren die Bibel in Bemba zu übersetzen.
Es gibt zwar bereits eine Bibel in Chibemba, aber die Sprache ist ziemlich veraltet und nur wenige können sie noch wirklich verstehen - und ich mein wer geht schon mit der "Luther 1912" zur Evangelisation, bzw. zum Arbeitskollegen, Klassenkameraden, usw.
Seit wir in Sambia angekommen sind wurde uns immer wieder gesagt: "Zum Jahresende ist die Bibel fertig." Das hat nun schon drei Mal nicht geklappt und so entwickelt man mit der Zeit eine gewisse Skepsis, ob die Gerüchte dieses Mal stimmen. Es sieht nun tatsächlich ziemlich gut aus wurde mir gesagt. Zum Beweis wurden mir ein paar gedruckte Exemplare von Genesis geschenkt.
Auf dem Heimweg von Kasama musste ich dann denken: Vielleicht wäre es besser statt mit Skepsis und Spott mit Gebet zu reagieren. Deshalb die Einladung: Bitte betet mit, dass die Finanzen nicht ausgehen, die Mitarbeiter gesund bleiben, die Druckermaschienen funktionieren - kurz, dass wir möglichst bald die neuen Bibeln in unseren Händen halten können.
Zur Zeit gibt es noch nicht einmal die "alte" (evangelikale) Bemba-Übersetzung. Ich werde immer wieder nach Bibeln in Bemba gefragt (wohl gemerkt zum Kauf, nicht als Geschenk) und muss dann jedes Mal auf später vertrösten. Die "alte" Bibel wurde in einer neuen Auflage gedruckt - in China. Bitte betet, dass auch diese Möglichst bald im Land ankommt und der Hunger gestillt werden kann.

Dienstag, 10. Juli 2012

Eine neue Gemeinde

Und schon ist die Woche wieder vorbei. Letzten Montag sind wir mit zwei Autoladungen (insgesamt 25 Personen) und einem Anhänger die 80 km nach Chobela gefahren. Dort haben wir in für eine Woche unser Lager aufgeschlagen.
Vormittags sind wir im Dorf von Haus zu Haus gezogen und haben den Menschen das Evangelium verkündigt und sie zu einem Leben mit Jesus eingeladen. Das Überraschende: Alle - die noch keine Christen waren - haben Jesus angenommen.



Bei den nachmittäglichen Bibelstunden waren dann schon nicht mehr ganz so viele da, aber doch einige, die sich ernsthaft interessiert haben.

Das war dann das Ergebnis am Sonntag: Die Leute, die beim ersten Gottesdienst der Chobela Baptist Church (aus Chobela) mit dabei waren:


Hier sieht man wie Pastor Chabu, der Gemeinde vier Männer vorstellt, die vorläufig die Gemeinde leiten werden. Die Herausforderung ist jetzt für uns in Mpika, die Gemeinde weiter zu unterstützen, denn noch ist nichts vorbei, es hat gerade erst angefangen... Vielen Dank, wenn Du für die neue Gemeinde in Chobela betest, ganz besonders für die vier Männer. Es wäre schön wenn es weiter möglich wäre, dass wir uns in dem Klassenzimmer für die Gottesdienste treffen könnten.

Sonntag, 24. Juni 2012

Betet für Mpika

Im letzten Eintrag hatte ich geschrieben, dass wir planen in Chobela einen neuen Außenposten zu beginnen, nun fangen die Probleme an.
Gestern hatten wir Mitgliederversammlung in unserer Hauptgemeinde in Mpika. Dabei wurde eine Gemeindesatzung verabschiedet. Anschließend wollten wir Herrn Chishimba als Ältesten wählen - laut Satzung ist dafür eine 3/4 Mehrheit notwendig. Von den 25 anwesenden Mitgliedern haben aber nur 17 mit "Ja" gestimmt - 19 wären notwendig gewesen. Bitte betet für Herrn Chishimba, dass er dieses Ergebnis verkraften kann uns sich nicht aus der Gemeinde zurückzieht. Gerade auch für den Einsatz ist eine wichtige Stütze.
Am Tag zuvor, beim Treffen mit dem Leitungskreis, hatte ich noch gefragt ob es bei der Wahl Probleme geben könnte oder ob es eng werden könnte und mir war versichert worden, dass es keine Probleme geben sollte... Bitte betet um Einheit und gute Gemeinschaft besonders jetzt wo wir uns auf diesen Evangelisationseinsatz vorbereiten. 
Nächsten Samstag Vormittag bin ich außerdem noch als Gastredner (klingt gut - oder ;-) )bei der Jugendkonferenz einer anderen Kirche (Brüdergemeinde) hier in Mpika eingeladen. Bitte betet für eine gute Vorbereitung und offene Ohren und Herzen.

Samstag, 16. Juni 2012

Chobela

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ein Missionsteam (5 Amis und 5 Sambier) war spontan für einen Einsatz in Nabwalya angekündigt worden. Sie wollten für eine Woche kommen, eine neue Gemeinde gründen und sie dann in die Arbeit unserer Partnerkirche übergeben.
Aus mehreren Gründen ist dieser Einsatz nun nicht möglich. Da aber bereits eine sehr gute Schulung für die Mitarbeiter vor Ort stattgefunden hat wollten wir den Einsatz nicht einfach absagen.
Nabwalya ist mit dem Auto 150 km von Mpika entfernt. Nicht ganz so weit ist es nach Chobela. Dort wollten wir von unserer Kirche aus dieses Jahr ohnehin einen Einsatz machen. Nun können wir unsere Kräfte mit dem Einsatzteam kombinieren und werden in der ersten Juli Woche dort gemeinsam mit dem Evangelium in der Hand (in Form eines besonderen Würfels) von Haus zu Haus ziehen. Das ist in Sambia nicht ganz so problematisch wie in Deutschland. Im Gegenteil die Menschen freuen sich über Besuch und nehmen sich Zeit.
Wir haben auch schon ein "Haus des Friedens" in Chobela. Ein Kirchenmitglied aus einer unserer Gemeinden ist in dieses Dorf gezogen. Er wird unsere erste Anlaufstelle sein.
Bitte betet für
- diesen Einsatz, dass Gott Türen und Menschenherzen öffnet.
- ein gutes Miteinander im Team - wir kennen die Teilnehmer des Missionsteams noch nicht.
- die Lösung von logistischen Problemen (befahrbare Straße, Schlaf- und Waschmöglichkeiten, Essen, usw.)

Für alle die sich fragen wie es Noah geht: Er übt fleißig Laufen und kann sich mittlerweile selbständig an Tischen usw. aufrichten (den Fernseher haben wir schon mal in Sicherheit gebracht). Er ist auf jeden Fall ein echter Überflieger:

Sonntag, 3. Juni 2012

Jeden Sonntag aufs Neue

Heute war ich mal wieder in Ngalande zum Predigen. Unangekündigt einfach so zum Spaß. Das ist genial hier in Sambia die Menschen sind spontan und flexibel und für eine "Ermutigung" mehr ist immer Platz. Wir hatten eine super Zeit miteinander, auch wenn die Verständigung nicht immer ganz reibungslos war, da ich heute keinen Übersetzer mitgenommen hatte.
Der Gemeindeälteste hat sich dann nach dem Gottesdienst auch "beschwert", dass ich mich nicht angekündigt hatte. Es wäre ihnen sehr unangenehm mich jetzt ohne Mittagessen wieder nach Hause gehen lassen zu müssen. Dafür darf ein armes unschuldiges Hühnchen jetzt noch ein paar Tage länger leben...

Zurück in Mpika habe ich mit Geofrey getroffen um mit ihm und seiner Frau die vergangenen Einheiten ihres Bibelkurses nachzuarbeiten.

UND DANN!!!
Mein wöchentliches Highlight. Männertreff im Hause Hertler. Heute waren mal wieder "richtig viele" da (8 Männer und ich war der Zweitjüngste). Unser Thema war: Zufrienden sein mit dem was man hat (1. Timotheus 6.6-10).
Und jetzt der Dialog der Woche so ungefähr der Spur nach frei übersetzt:
Chewe grinst Musonda an (die beiden Ältesten in unserer Runde) und sagt: Wenn du ein paar Millionen hättest Du würdest doch deine Frau verlassen, dir so ein junges Mädel schnappen, einen Autoführerschein machen und wahrscheinlich noch nichteinmal mehr in die Kirche kommen.
Alle biegen sich schon vor lachen. Da sagt Musonda: Das hat meine Frau auch schon gesagt...

Schallendes Gelächter. Aber irgendwie spannend solch einen Bibeltext gemeinsam mit Menschen zu lesen von denen die Hälfte im Monat nicht mehr als 50 Euro pro Nase in der Familie zur Verfügung hat. Wir (damit meine  ich uns als Deutsche oder Europäer) sind schon unglaublich reich - Armutsstatistik hin oder her. Aber sind wir auch zufrieden mit dem was wir haben? Paulus gibt uns hier den Schlüssel zu einem glücklicheren Leben: Sei zufrieden mit dem was Gott dir gegeben hat!

PS. Noch ein Gebetsanliegen: Noah und Britta leiden gerade an einer Erkältung, vor allem bei Noah zieht es sich jetzt schon ne ganze Zeit lang hin. Am Dienstag und Mittwoch kommt ein Filmteam zu uns um über unsere Arbeit zu berichten. Wir sind mal gespannt was da passieren wird...

Montag, 21. Mai 2012

Besuch von Oma

Viel zu schnell ist die Zeit vergangen. Die letzten drei Wochen war Oma Linda da - und wir hatten jede Menge Spaß miteinander. Wir haben gemeinsam gespielt, ich wurde im Korb umhergetragen wir haben in Büchern gelesen und Ausflüge unternommen.



Dabei haben wir auch diese Katze gesehen. Die musste ganz schön schlucken:


und auch die Katze musste schlucken - zum Glück war da ein Zaun dazwischen, wer weis ob die wirklich satt war nach dem kleinen Hühnchen.