Dienstag, 23. September 2014

Und schon wieder bauen

Joachim Böker hat beim TMT (Teenager-Missions-Treffen) dieses Jahr eine "göttliche Wunderformel" aufgestellt: 5+2+X = Wunder. Er hat damit auf die Speisung der 5.000 angespielt und das als die Lieblingswunder Gottes bezeichnet. Es fällt nicht einfach etwas vom Himmel, sondern Gott lässt uns das einsetzen was wir selber haben und dann kommt der X-Faktor dazu und schafft das Unmögliche.
Etwas in dieser Richtung darf die Gemeinde in Chipundu (15km außerhalb von Mpika) gerade erleben. Sie hatten schon vor unserem Heimataufenthalt angefangen ein Haus für einen Pastor zu bauen. Ich war dabei als die ersten Ziegelsteine gemauert wurden. Mittlerweile haben sie die Mauern fertig und sogar das Dach schon zum Teil drauf.
Ich hatte mich damals gefragt: Was soll der Blödsinn? Die bekommen nie im Leben einen Pastor. Das ist doch sinnlose Zeit und Kraftverschwendung.
Aber nun kommt Ehepaar Krämer daher mit ihren zwei Kindern und braucht einen Ort im Dorf an dem sie wohnen können um Ihr Sprach- und Kulturtraining zu "durchleiden" und auf einmal ist dieses Haus ein Geschenk Gottes. Das Missionarsteam entscheidet den Bau finanziell zu unterstützen. Weniger als 1.000 Euro reichen aus um 6 Fenster, 4 Türrahmen und Türen, Zement für den Fußboden und den Putz sowie ein Klo- und Badhäuschen zu kaufen/bauen. Für uns Deutsche ein Schnäppchen, aber für die Buschgemeinde ein gewaltiger Brocken.
Heute haben wir den ersten gemeinsamen Bautag gehabt, das Haus war fast zu klein für die ganzen Arbeiter die da waren. Ich hab mich riesig darüber gefreut, wie Gott Dinge und Situationen vorbereitet.
Bitte betet für das Sprachstudium von Familie Krämer und dann auch die Zeit im Dorf mit ihren beiden kleinen Kindern.

Freitag, 5. September 2014

Zurück in Sambia

Nach einer turbulenten Reise (Emmas Boardingpass konnte nur für den ersten von drei Flügen ausgestellt werden) sind wir trotzdem gut in Sambia angekommen.

Familie Krämer (unsere neuen Kollegen) haben wir bereits in Amsterdam auf dem Flughafen getroffen und am Flughafen in Ndola haben dann die anderen Missionare auf uns gewartet. War aber noch eine recht überschaubare Truppe, da im Lauf der Woche erst noch Dr. Kristina, Familie Brunner und Familie Schaber wieder im Land angekommen sind. Jedesmal gab es ein fröhliches Hallo und ein gemeinsames (Nach-)Mittagessen.

Dann ging es vergangenen Montag nach Mpika. Wir haben das Haus in gutem Zustand angetroffen - ein kleiner Schock war, als der Kühlschrank nicht funktionieren wollte und die Gefriertruhe nur einen kurzen Funken schlug und dann ebenfalls still blieb, zu allem Übel gab es auch noch ein Problem mit unserem Wasserfilter. Aber im Lauf der nächsten 24 Stunden konnten alle Probleme behoben werden und unsere "Kühlschrankeinkäufe" wurden bei unseren Nachbarn zwischengelagert.

Sonst gab es keine größeren Probleme.

Nikolas Mulenga und seine Frau Abi haben sich sehr gut um alles gekümmert. Trotzdem war natürlich jede Menge Staub von den eingelagerten Möbeln und Habseligkeiten zu befreien.


Noah hat sich - trotz Sprachbarriere - schon wieder mit seinen "alten" Freunden zusammengeschlossen. Jona, der Sohn von Pastor Chabu, ist zweimal von zu Hause ausge
büchst um mit Noah zu spielen.

Montag, 11. August 2014

Zeltlager

Endlich mal wieder in Zelten schlafen... Zum Abschluss und einem weiteren Höhepunkt meines Reisedienstes war ich mit der Bubenjungschar Sielmingen im Zeltlager.
Eine Woche waren wir unterwegs bei unserer "Expedition Afrika". Wir hatten jede Menge Spaß, meistens gutes Wetter und jede Menge Action.
Ich durfte die Bibelarbeiten halten zum Thema: "Gott ist... Schöpfer, König, Arzt, Hirte, Richter, Vater, Freund"
Ein geniales Team, das auch von 30 Jungscharlern im Fußball nicht bezwungen werden konnte ;-)

Ein Höhepunkt: Besichtigung einer Feuerwehr-Ausbildungsstätte in Ansbach, mit anschließendem Stadtbummel - für alle Jungs die Gelegenheit Süßwarenbestände wieder aufzustocken...

Noah wäre auch sehr gerne mit auf's Zeltlager gekommen - aber da ist er noch etwas zu jung. Im nächsten Heimataufenthalt dann vielleicht. Jetzt heißt es Koffer packen und unsere Habseligkeiten für die nächsten vier Jahre einlagern. Am 25. August werden wir dann so Gott will, gemeinsam mit Familie Krämer (unsere neuen Mitstreiter) nach Sambia fliegen.

Mittwoch, 23. Juli 2014

Urlaub und Abschied

Zwei Wochen Urlaub auf dem Bauernhof liegen hinter uns - in der ersten Woche mussten Emma, Noah und HaPe Antibiotika schlucken, die zweite Woche war dann schon mehr Urlaub.
Walderlebnis-Wege, einen Kurzausflug mit der Seilbahn auf den Tegelberg, gutes Essen und plantschen im Weiher unseres Bauernhofs (für Noah am liebsten zusammen mit der Hündin Nina) haben uns eine erholsame Woche bereitet.
Der Urlaub war allerdings eingerahmt von Abschied. Am Sonntag vor unserer Abfahrt haben wir uns als Familie im Krankenhaus versammelt um mit meinem Döte (Patenonkel), das letzte Abendmahl zu feiern. Am Montag nachdem wir aus dem Urlaub zurückgekommen sind war seine Beerdigung auf dem Friedhof in Sielmingen.
Im Gespräch hat eine Bekannte den Tod von Albert Hertler als "Tragödie" bezeichnet. Trotz dem Abschiedsschmerz kann ich dieser Aussage nicht zustimmen. Mein Onkel ist nach Hause gegangen zu seinem Vater im Himmel und für mich überwiegt die Dankbarkeit. Dankbar bin ich für das wie er sich in unser Leben investiert hat und dass wir in seinem letzten Lebensjahr nochmal nah bei ihm sein konnten (wir haben im gleichen Haus gewohnt) und immer wieder auch Zeit mit ihm verbringen konnten.
Eine "Tragödie" ist es, wenn Menschen sterben, die nicht an Jesus glauben und alleine vor Gott ihr Leben verantworten müssen. Wir Christen haben die Gewissheit, dass wir durch unser leibliches Sterben eingehen in die Herrlichkeit Gottes. Der Konfirmationsvers von meinem Döte bringt es auf den Punkt:

Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,  weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Römer 8,38-39)

Eine von vielen schönen Erinnerungen: Männerurlaub in Val d'Isere!

Montag, 16. Juni 2014

Inoffizieller Missionsfest-Rekord

nein, vermutlich nicht die Teilnehmerzahl, obwohl viele dabei waren, aber durch eine glückliche Verkettung von unterschiedlichen Planungen hat Britta in dieser "Festzeit" wohl einen Rekord aufgestellt: Insgesamt durfte sie vier Opferansagen machen (2x Kindermissionsfest, 1xTMT und 1x Pfingstmissionsfest). Wir wissen nicht ob sich das für die Mission gelohnt hat. Sind aber allen von ganzem Herzen dankbar, die uns treu (oder auch einmalig) finanziell unterstützen. Bitte betet auch weiter für unsere Arbeit, dass wir hier in D gut abschließen können und Gott die Situation vor Ort vorbereitet und wir Ende August dann wieder einen guten Start haben werden.

Um das Pfingstmissionsfest durften wir als "Missionare zum Anfassen" ;-) beim Pfingstcamp mit dabei sein. Es wurde viel gegrillt und viel gebastelt. War eine schöne Zeit mit guten Gesprächen und Gemeinschaft. Etwas überrascht waren wir von mehr als 500 Ameisen in unserem Zimmer - aber Britta konnte das Problem mit einem Staubsauger lösen...

Um ein solches Foto machen zu können muss man wohl einen Arbeitsvertrag bei der Liebenzeller Mission unterschrieben haben: Wir Missionare auf der Bühne singen gemeinsam mit der versammelten Gemeinde zum Abschluss des Pfingst-Missions-Festes.

Dienstag, 27. Mai 2014

Jesus - Fertig - Los

Unter diesem Motto hat am Sonntag das erste Kindermissionsfest in Bad Liebenzell zum Thema Gebet stattgefunden. Ein spannendes Theaterstück, super Musik, mutmachende Zeugnisse von Missionaren und jede Menge Action standen auf dem Programm. Gott hat uns dafür herrliches Wetter geschenkt. 
Wer es verpasst hat, bekommt an Himmelfahrt eine zweite Chance um am - meiner Meinung nach - genialsten Missionsfest dabei zu sein. 
Noah hat jede Menge Spaß gehabt - mit seiner Freundin Emily aus Malawi, im Programm, beim Einzug und mit den Großeltern. 

 Emily Berger und Noah begrüßen die Gäste und haben jede Menge Spaß dabei.

 Die ganze Familie beim Einzug: Noah ist der Größte!!!

Britta macht den Kindern Mut Gott zu vertrauen, auch wenn er ein Gebet nicht sofort so beantwortet wie wir es uns wünschen.

Montag, 28. April 2014

Schweiz - Dobel - Sachsen

Es gab nochmal ein wenig Berge-Nachschlag für mich. Ich durfte zum Reisedienst für eine Woche in die Schweiz. Ich war in Schaan (Liechtenstein), bei Zürich und in der Nähe von Bern. Es gab auch ein wenig Zeit die herrliche Bergwelt zu genießen und Gott hat immer im rechten Moment das passende Wetter geschenkt.
Manchmal war es gar nicht so leicht mit dem Autofahren in der Schweiz - aber extrem schön...

Nach Ostern waren wir als Familie bei der Missionarskonferenz in Dobel. Eine tolle Zeit mit viel guter Gemeinschaft, Bibelarbeiten und auch ein wenig Fußball - wenn auch mit mäßigem Erfolg für uns Väter ;-)

Zwischendurch hatte Noah seine erste Vollnarkose - aber die Ärzte haben dann doch keinen Fremdkörper in seiner Nase gefunden...

Gerade bin ich zum Reisedienst in Sachsen - genauer gesagt bin ich von Montag bis Mittwoch in Dresden - mal schauen ob auch hier ein wenig Zeit bleibt für die Touristen-Attraktionen...