Nachdem die ersten Monate in Sambia fast schon außergewöhnlich ruhig waren, was Krankenhausbesuche angeht, haben wir das neue Jahr leider etwas anders begonnen. Emma hatte nun fast eine Woche immer wieder über 39° Fieber, alle Malaria-Tests (3x) waren negativ, das erste Antibiotika zeigte so gut wie keine Wirkung und auch ein zweites stärkeres wirkte nur langsam.
Wir sind dankbar für alle die treu und regelmäßig für uns beten. Mit sehr eingeschränkten medizinischen Kenntnissen ist es für uns immer wieder spannend richtig mit diesen Situationen umzugehen. Sehr dankbar sind wir auch für Doktor Paulin - eine holländische Ärztin, die 30 km entfernt in einem Missionskrankenhaus der katholischen Kirche arbeitet. Dieses ist das beste Krankenhaus im Umkreis von ca. 400 km. Auch unsere zum Teil medizinisch geschulten Kollegen sind immer wieder eine Hilfe und Beruhigung für uns.
Heute geht es Emma wieder ganz gut. Das Fieber ist (gerade und hoffentlich nun auf Dauer) weg. Man merkt das dann auch gleich an Emmas vergrößertem Aktionsradius. Auch Noah hat in den letzten Tagen Antibiotika bekommen, aber er hat ziemlich direkt darauf angesprochen, so dass es bei Ihn nicht ganz so schlimm war.
Donnerstag, 29. Januar 2015
Mittwoch, 7. Januar 2015
Dankeschön
Vielen Dank an alle die im letzten Jahr für uns gespendet haben und es uns damit ermöglicht haben wieder hier in Mpika zu sein um den Menschen praktisch zu helfen, aber vor allem um die Gute Nachricht weiterzugeben und weiter zu leben.
In den letzten Wochen durften wir immer wieder in kleinen Situation erleben, dass wir auch treu umbetet werden. Gott Bewahrung geschenkt bei Fahrten, hat uns im richtigen Moment mit den richtigen Leuten zusammengebracht und immer wieder Türen geöffnet.
Bitte betet für die Präsidentschaftswahlen die am 20. Januar in Sambia stattfinden werden. Wir hoffen dass es ein schnelles und eindeutiges Ergebnis gibt und dass keine Unruhe im Land entsteht.
Vor den Wahlen werden wir noch in den Kupfergürtel fahren um die Missionare dort zu besuchen, aber vor allem um ein neues Mitglied in unserer Missionarsfamilie zu begrüßen. Beatrice und Francis Manana werden unser Team verstärken. Sie kommen ursprünglich aus Uganda, waren nun einige Jahre in den USA und Francis wird direkt nach seiner Ankunft beginnen an einer Bibelschule (TCCA) unterrichten. Bitte betet für eine gute Reise und ein gutes Einleben in Sambia und in unserem Team.
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Renovierungsarbeiten
Unsere Vermieterin ist gerade sehr darum bemüht uns Gutes zu tun - bzw. ihrem Haus. Zuerst wollte sie einen neuen Wasserturm bauen und wir mussten schon um unser gut funktionierendes Wassersystem am Haus fürchten. Jetzt hatte sie sich zu einem Zwischenschritt entschieden. Das Material vom neuen Wasserturm lagert gerade in unserem Container, da kam sie mit drei jungen Männern an, die unser Dach reparieren sollten. Wir hatten ihr gesagt, dass es an ein paar Stellen reinregnet.
Also sind uns die Herren aufs Dach gestiegen und haben angefangen zu flickschustern. Der Lärm war fast unerträglich. Irgendwann musste ich dann mal unsere Vermieterin ins Haus hineinrufen - wenn Handwerker arbeiten sitzt sie immer den ganzen Tag daneben und passt genau auf, dass alles richtig gemacht wird. Nun war aber einer der Balken auf dem das Dach ruht gebrochen und Holz war heruntergefallen. Als ich ihr das zeigte wurden die Arbeiten unterbrochen und zunächst einmal die Unterkonstruktion verbessert.
Hier sieht man wie die Männer einen neuen Balken "einschieben". Anschließend wurde die Arbeit auf dem Dach wieder aufgenommen. Jetzt sind wir mal auf den ersten richtigen Regen gespannt. Dann werden wir sehen, was die Arbeit wert war!
Also sind uns die Herren aufs Dach gestiegen und haben angefangen zu flickschustern. Der Lärm war fast unerträglich. Irgendwann musste ich dann mal unsere Vermieterin ins Haus hineinrufen - wenn Handwerker arbeiten sitzt sie immer den ganzen Tag daneben und passt genau auf, dass alles richtig gemacht wird. Nun war aber einer der Balken auf dem das Dach ruht gebrochen und Holz war heruntergefallen. Als ich ihr das zeigte wurden die Arbeiten unterbrochen und zunächst einmal die Unterkonstruktion verbessert.
Hier sieht man wie die Männer einen neuen Balken "einschieben". Anschließend wurde die Arbeit auf dem Dach wieder aufgenommen. Jetzt sind wir mal auf den ersten richtigen Regen gespannt. Dann werden wir sehen, was die Arbeit wert war!
Freitag, 7. November 2014
Auftrag ausgeführt
Wie angekündigt wollten Samuel und ich Pastor Kasabila nach Nabwayla bringen. Da sich Pastor Kasabila etwas verspätete war Samuel schon weitergezogen und die Aufgabe blieb mir überlassen. Es hat alles bestens geklappt. Kasabilas sind gut angekommen und wurden freudig empfangen.
Das besondere dieses Mal: Es gibt in Nabwalya ein Handynetz. Kaum angekommen hat auch schon mein Handy geklingelt. Für die Menschen im Tal eine große Hilfe, nun ist Kommunikation mit der Außenwelt möglich.
Pastor Kasabila bringt alle zum Lachen indem er seine Frau in den Arm nimmt. Das ist sehr westliches Verhalten und außer für dieses Foto würde er das in der Öffentlichkeit wohl eher nicht tun.
Bitte betet für das Ehepaar und ihre vier Kinder.
An dieser Stelle ist das "Schlimmste" schon geschafft. Wenn jetzt kein Gegenverkehr kommt dann ist es nur noch ein kleiner Anstieg im Geröll bevor es auf die recht ebene, besser befahrbare "Dreck-Straße" geht
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Lobet den Herren
Unter dem Motto "Ganzheitlicher Lobpreis" fand unsere diesjährige Bezirkskonferenz statt. Über 300 Teilnehmer waren gekommen um vier Tage lang zu singen, auf Bibelarbeiten und Predigten zu hören, Anspiele zu sehen und Gemeinschaft zu erleben. Ein Höhepunkt war die Taufe am Samstag Nachmittag mit dem Anschließenden Abendmahl - das ich leider komplett verpasst habe weil ich für die Wasserversorgung verantwortlich war und sich das an diesem Nachmittag nicht ganz so einfach gestaltet hat.
Die Konferenz war eine gute Alternative für die Leute aus der Gegend, die sich die Kosten für die Landeskonferenz nicht leisten konnten oder wollten. Bei uns gab es immerhin für 30 Kwacha (ca. 4 Euro) pro Erwachsenen jeweils 3x Frühstück, Mittagessen und Abendessen, plus Übernachtung auf unserem nagelneuen Kirchen-Beton-Boden. Vielen Dank an alle die für diese Tage gebetet haben.
In den nächsten Tagen wird Familie Meier bei uns sein und Samuel wird mich einführen in das, was mich im nächsten Jahr als sein Vertreter so erwarten wird. Zum Abschluss haben wir geplant am Montag Pastor Kasabila und seine Familie wieder nach Nabwalya zu bringen. Er wird dort die Regenzeit verbringen und für ein halbes Jahr von der Außenwelt abgetrennt sein - außer er läuft die 100 km zu Fuß... Bitte betet für die Familie Kasabila und ihren Dienst in dieser schwierigen Zeit.
Die Konferenz war eine gute Alternative für die Leute aus der Gegend, die sich die Kosten für die Landeskonferenz nicht leisten konnten oder wollten. Bei uns gab es immerhin für 30 Kwacha (ca. 4 Euro) pro Erwachsenen jeweils 3x Frühstück, Mittagessen und Abendessen, plus Übernachtung auf unserem nagelneuen Kirchen-Beton-Boden. Vielen Dank an alle die für diese Tage gebetet haben.
Pausen-Programm für die Kinder: Der Jesus-Film abgespielt auf einem 15 Zoll Laptop... Aber immerhin die Lautsprecher waren sehr gut, man konnte also alles bestens verstehen!
Beim Abschlussgottesdienst wurde Pastor Chimbala gemeinsam mit seiner Frau für ihren Dienst in der Gemeinde in Isoka eingesegnet.
Brittas besonderer Liebling: Der gute Mann hatte die Aufgabe während dem Gottesdienst mit seinem Schild immer wieder für Ruhe zu sorgen. Seine Lieblingsopfer: Mütter mit schreienden Kindern, die dann nach draußen in die strahlend heiße Sonne verbannt wurden...
In den nächsten Tagen wird Familie Meier bei uns sein und Samuel wird mich einführen in das, was mich im nächsten Jahr als sein Vertreter so erwarten wird. Zum Abschluss haben wir geplant am Montag Pastor Kasabila und seine Familie wieder nach Nabwalya zu bringen. Er wird dort die Regenzeit verbringen und für ein halbes Jahr von der Außenwelt abgetrennt sein - außer er läuft die 100 km zu Fuß... Bitte betet für die Familie Kasabila und ihren Dienst in dieser schwierigen Zeit.
Montag, 13. Oktober 2014
Hoher Besuch
Letztes Wochenende war die Kirchenverbandsleitung auf Tour im Norden Sambias. Als krönender Abschluss stand ein Besuch bei uns in Mpika auf dem Programm - incl. Übernachtung. Da Sambier sich anscheinend eher schwer tun, solch hohe Gäste bei sich zu beherbergen hatten wir wieder einmal die Ehre Gastgeber sein zu dürfen.
Da die Herren erst kurz vor Dämmerung (18 Uhr) in Mpika eintrafen und unsere Kirche noch keinen Strom hat, haben wir auch gleich die Besprechung und das Abendessen bei uns gehabt. Das Abendessen wurde den Leitern unserer Gemeinde allerdings ziemlich verdorben (obwohl Britta ein paar extrem leckere Hühnchen zubereitet hatte): Der letzte Punkt auf der Agenda war die Ankündigung, dass Familie Hertler im Juni/Juli nächsten Jahres nach Kasama versetzt werden wird. Die Töpfe wurden zwar trotzdem leer, aber mittlerweile haben mir einige gesagt, dass sie eine schlaflose Nacht hatten.
Wir wussten bereits von dieser "Entwicklung", aber auch für uns ist das nicht emotionslos, da uns Mpika, die Menschen, die Gegend und unser Zuhause ans Herz gewachsen ist - immerhin haben Britta und ich, seit wir verheiratet sind, noch nie so lange an einem Ort gelebt wie hier in Mpika.
Ein gutes hat die Versetzung: Wenn wir uns ranhalten, dann werden wir es noch vor unserem Umzug schaffen die Kirche fertigzustellen (Boden, Strom, Gips und Fenster).
Wir sind dankbar für das was wir im Lauf der letzten drei Jahre hier wachsen sehen durften. Bitte betet besonders für unsere verantwortlichen Leiter und Pastor Chabu. Wir haben ein sehr engagiertes Leitungsteam, das bereit ist sich den Herausforderungen zu stellen und sich nicht so leicht entmutigen lässt. Bitte betet auch schon jetzt, dass Gott die Situation für uns in Kasama vorbereitet und wir uns auch dort gut einbringen können.
Da die Herren erst kurz vor Dämmerung (18 Uhr) in Mpika eintrafen und unsere Kirche noch keinen Strom hat, haben wir auch gleich die Besprechung und das Abendessen bei uns gehabt. Das Abendessen wurde den Leitern unserer Gemeinde allerdings ziemlich verdorben (obwohl Britta ein paar extrem leckere Hühnchen zubereitet hatte): Der letzte Punkt auf der Agenda war die Ankündigung, dass Familie Hertler im Juni/Juli nächsten Jahres nach Kasama versetzt werden wird. Die Töpfe wurden zwar trotzdem leer, aber mittlerweile haben mir einige gesagt, dass sie eine schlaflose Nacht hatten.
Wir wussten bereits von dieser "Entwicklung", aber auch für uns ist das nicht emotionslos, da uns Mpika, die Menschen, die Gegend und unser Zuhause ans Herz gewachsen ist - immerhin haben Britta und ich, seit wir verheiratet sind, noch nie so lange an einem Ort gelebt wie hier in Mpika.
Ein gutes hat die Versetzung: Wenn wir uns ranhalten, dann werden wir es noch vor unserem Umzug schaffen die Kirche fertigzustellen (Boden, Strom, Gips und Fenster).
Wir sind dankbar für das was wir im Lauf der letzten drei Jahre hier wachsen sehen durften. Bitte betet besonders für unsere verantwortlichen Leiter und Pastor Chabu. Wir haben ein sehr engagiertes Leitungsteam, das bereit ist sich den Herausforderungen zu stellen und sich nicht so leicht entmutigen lässt. Bitte betet auch schon jetzt, dass Gott die Situation für uns in Kasama vorbereitet und wir uns auch dort gut einbringen können.
Dienstag, 23. September 2014
Und schon wieder bauen
Joachim Böker hat beim TMT (Teenager-Missions-Treffen) dieses Jahr eine "göttliche Wunderformel" aufgestellt: 5+2+X = Wunder. Er hat damit auf die Speisung der 5.000 angespielt und das als die Lieblingswunder Gottes bezeichnet. Es fällt nicht einfach etwas vom Himmel, sondern Gott lässt uns das einsetzen was wir selber haben und dann kommt der X-Faktor dazu und schafft das Unmögliche.
Etwas in dieser Richtung darf die Gemeinde in Chipundu (15km außerhalb von Mpika) gerade erleben. Sie hatten schon vor unserem Heimataufenthalt angefangen ein Haus für einen Pastor zu bauen. Ich war dabei als die ersten Ziegelsteine gemauert wurden. Mittlerweile haben sie die Mauern fertig und sogar das Dach schon zum Teil drauf.
Ich hatte mich damals gefragt: Was soll der Blödsinn? Die bekommen nie im Leben einen Pastor. Das ist doch sinnlose Zeit und Kraftverschwendung.
Aber nun kommt Ehepaar Krämer daher mit ihren zwei Kindern und braucht einen Ort im Dorf an dem sie wohnen können um Ihr Sprach- und Kulturtraining zu "durchleiden" und auf einmal ist dieses Haus ein Geschenk Gottes. Das Missionarsteam entscheidet den Bau finanziell zu unterstützen. Weniger als 1.000 Euro reichen aus um 6 Fenster, 4 Türrahmen und Türen, Zement für den Fußboden und den Putz sowie ein Klo- und Badhäuschen zu kaufen/bauen. Für uns Deutsche ein Schnäppchen, aber für die Buschgemeinde ein gewaltiger Brocken.
Heute haben wir den ersten gemeinsamen Bautag gehabt, das Haus war fast zu klein für die ganzen Arbeiter die da waren. Ich hab mich riesig darüber gefreut, wie Gott Dinge und Situationen vorbereitet.
Bitte betet für das Sprachstudium von Familie Krämer und dann auch die Zeit im Dorf mit ihren beiden kleinen Kindern.
Etwas in dieser Richtung darf die Gemeinde in Chipundu (15km außerhalb von Mpika) gerade erleben. Sie hatten schon vor unserem Heimataufenthalt angefangen ein Haus für einen Pastor zu bauen. Ich war dabei als die ersten Ziegelsteine gemauert wurden. Mittlerweile haben sie die Mauern fertig und sogar das Dach schon zum Teil drauf.Ich hatte mich damals gefragt: Was soll der Blödsinn? Die bekommen nie im Leben einen Pastor. Das ist doch sinnlose Zeit und Kraftverschwendung.
Aber nun kommt Ehepaar Krämer daher mit ihren zwei Kindern und braucht einen Ort im Dorf an dem sie wohnen können um Ihr Sprach- und Kulturtraining zu "durchleiden" und auf einmal ist dieses Haus ein Geschenk Gottes. Das Missionarsteam entscheidet den Bau finanziell zu unterstützen. Weniger als 1.000 Euro reichen aus um 6 Fenster, 4 Türrahmen und Türen, Zement für den Fußboden und den Putz sowie ein Klo- und Badhäuschen zu kaufen/bauen. Für uns Deutsche ein Schnäppchen, aber für die Buschgemeinde ein gewaltiger Brocken.
Heute haben wir den ersten gemeinsamen Bautag gehabt, das Haus war fast zu klein für die ganzen Arbeiter die da waren. Ich hab mich riesig darüber gefreut, wie Gott Dinge und Situationen vorbereitet.
Bitte betet für das Sprachstudium von Familie Krämer und dann auch die Zeit im Dorf mit ihren beiden kleinen Kindern.
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