Donnerstag, 18. Juli 2013

Sprachverwirrung

Noah wächst bisher dreisprachig auf - aber das klappt nicht mit Jedem. Heute morgen wollte er unsere Hündin Stain - unter Verwendung von ChiBemba - zu sich rufen: "Stain, isa". Aber der liebe Hund ist deutsch erzogen, also hat Britta Noah erklärt, dass er "komm" sagen muss. Noah atmet schwer aus und blickt seine Mutter verständnislos an. Er bleibt hartnäckig: "Stain, isa."
Aber der Hund will nicht folgen. Also greift Britta ein um den Beweis anzutreten: "Stain, komm." Prompt bewegt sich das wohlerzogene Tier auf seine Herrin zu. Noah ist ganz entrüstet, atmet wieder schwer aus, gibt sich geschlagen und sagt ebenfalls: "Stain, komm." Worauf der Hund sofort zu Noah umschwenkt und bei ihm angekommen, den kleinen Mann mit einem dicken Schmatz belohnt.


Ein Herz und eine Seele - über alle Sprachprobleme hinweg!

Dienstag, 2. Juli 2013

Hab mein Wagen voll geladen...

voll mit lauter Frauen (und Babys). Und zwar um sie in die Stadt zu bringen zur Frauenkonferenz.
Dort lief nichts wirklich wie geplant. Wasserversorgung war immer ein Problem. Verzögerungen gab es hier und dort, aber trotzdem hatten alle ein schönes Wochenende miteinander. Britta hat zwei Unterrichtseinheiten übernommen. Einige Frauen haben die Bibelarbeiten genutzt um neu oder wieder bewusst ein Leben mit Gott zu beginnen.
Ein Highlight war der Ehe-Nachmittag bei dem auch die Männer eingeladen waren. Es wurde in unglaublicher Offenheit über die Ehe und alles was dazugehört gesprochen - sie wollten ursprünglich Britta oder mich für dieses Thema gewinnen. Wir waren dann aber sehr froh, dass Pastor Chabu diesen Part in einer sehr guten Art übernommen hat.

So sah die "Küche" der Konferenz aus - vielleicht erklärt das, warum man sich auch nicht um einen Minutenplan bei der Zubereitung gekümmert hat.


Zwischendurch gab es hohen Besuch. Samuel Meier (unser Regional Director) kam mit der Kirchenverbandsleitung vorbei um die Gemeinde zu ermutigen sich besser um ihren Pastor zu kümmern.


Das Bild sollte man sich merken unter dem Motto: Pfarrers Kinder, Müllers Vieh... Jona, der Sohn des Pastors und des Missionars gemeinsam unterwegs - wehe wenn die lernen ihr Potential auszuschöpfen.

Freitag, 7. Juni 2013

Nächster Umzug

Nun hat die Gemeinde in Nabwalya wieder einen Hirten. Unter Tränen wurde Pastor Kasabila in Kaluba verabschiedet, trotz der kurzen vier Monate, hatte die Gemeinde ihn und seine Familie fest ins Herz geschlossen.


Auch Margit und Isabell sind nach der Regenzeit nun wieder nach Nabwalya zurückgekehrt. Wir sind dankbar für die Bewahrung auf der Fahrt und das auch die Besitztümer von Pastor Kasabila das Geschaukele gut überstanden haben.


Bewahrt wurde auch der Radfahrer der ohne Bremsen den Berg herunter geschossen kam und sich dann auf einmal mit der Stoßstange meines Autos konfrontiert sah. Er konnte vom Fahrrad abspringen und sich an der oberen Stange festhalten. Fahrer und Fahrrad haben den Zusammenstoß unbeschadet überstanden.


Bitte betet für Pastor Kasabila und seine Familie, dass sie sich gut in Nabwalya einleben und zu einem Segen werden für die Menschen in dieser abgelegenen Gegend.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Nachwuchs abzugeben

In diesen Tagen muss sich Noah leider mit dem Thema Trennung beschäftigen. Unsere Katzenbabys werden nach einem kurzen Besuch beim Tierarzt zu ihren neuen Besitzern umsiedeln.

Dafür kündigt sich schon der nächste Nachwuchs im Hause Hertler an:


Na wenn man da nicht erkennen kann, dass das kleine etwas eindeutig nach dem Vater kommt... Im November werden dann (sdHw) genauere Details ans Tageslicht kommen.
Vielen Dank, wenn Du für eine gute und bewahrte Schwangerschaft betest. Britta hat ziemlich mit Übelkeit zu kämpfen. Aber ansonsten geht es ihr sehr gut und wir freuen uns auf den Zuwachs.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Kirchenverbandstagung

Dieses Mal ganz ohne "Katastrophe" im Vorfeld - vor zwei Jahren war kurz vor der Abreise der Kühlschrank defekt, letztes Jahr war die Wasserleitung der Stadtwerke, die unseren Bodentank befüllt gebrochen und dieses Jahr konnten wir ganz gemütlich ohne Panik-Reparatur aufbrechen.

Wir hatten ein gutes Meeting. Über die Jahre hinweg können wir positive Veränderungen feststellen. Mehr und mehr Kirchen zahlen ihren Mitgliedsbeitrag an den Verband, die Planungen für das Budget werden immer realistischer und bewährte Leiter wurden erneut für einen weiteren Term gewählt.

Aber natürlich gab es zwischendurch auch mal Wortmeldungen, die nicht nur Begeisterung auslösten...

Im Anschluss an die Konferenz wollten wir noch einen gemütlichen Sonntag bei Familie Schaber verbringen - daraus wurde aber nur Teilweise etwas, da wir mit Noah ins Krankenhaus mussten. Der Bluttest ergab Malaria. Daraufhin begann der regelmäßige Kampf, ihn mit den Medikamenten so zu füttern, dass sie auch dort wirken wo sie es sollen und sie nicht nur zur äußeren Anwendung auf die Kleidung verteilt wird.

Mittlerweile geht es Noah wieder gut. Unglaublich aber wahr: Noah liebt trotz der vielen langen Fahrten noch immer das Autofahren. Wann immer sich die Gelegenheit bietet ist er fröhlich dabei - oder mächtig enttäuscht, wenn er mal nicht mit darf.

Selber fahren geht noch nicht - zu kurze Beine, zu langer Schaltweg und über das Lenkrad sieht er auch noch nicht hinaus. Normalerweise sitzt Noah brav in seinem Kindersitz. Das hat bei einem bisweilen überfüllten Auto auch einen gewaltigen Vorteil: Er hat genügend Platz und niemand kann ihm den streitig machen  - ähnlich wie beim Fahrersitz. Bleibt also noch Britta, die sich mit den anderen quetschen darf...

Mittwoch, 17. April 2013

Alle unter einem Dach

Die wenigsten Kleinfamilien haben ein Haus das darauf ausgelegt ist acht junge Erwachsene zu beherbergen. Wir haben uns trotzdem darauf eingelassen. Auch wenn es manchmal zu längeren Wartezeiten vor unserer einzigen Dusch oder dem Klo kam, war es eine super Zeit mit vielen guten Gesprächen und jeder Menge Erlebnisse.
Die ersten beiden Tage haben die acht Volontär der LM im Dorf verbracht. Einfach mal den Dorfalltag hautnah erleben - Sambier und Deutsche waren sich einig: Sehr gut, aber viel zu kurz.
Am Samstag waren wir mit der Jugend unserer Stadtgemeinde einen Tagesausflug zu einem Wasserfall in der Nähe von Mpika gemacht. Fußball, baden, Volleyball, grillen, Harry das Ei und mehr haben den Tag zu einem super Erlebnis gemacht. Beeindruckend war auch als einzelne aus der Gruppe Zeugnis gaben wie sie zum Glauben an Jesus Christus gekommen sind.




Nach einem entspannten Sonntag ging es dann am Montag zum Bauplatz. Wir haben das Dach aufgeschlagen und angefangen eine Klogrube zu buddeln. Kurz vor Feierabend als wir das letzte Trapez auf der Mauer ausrichten wollten geschah es: Das Dreieck kippte nach unten Weg und hätte beinahe einen unserer Volontäre K.O. geschlagen. Er konnte sich aber noch im letzten Moment in Sicherheit bringen.


Nun sind wir wieder alleine. Als seine acht Spielkameraden nach dem Mittagessen weg waren ist er einfach nur in sein Bettchen gefallen - noch bevor Britta das Tuch zum Abdunkeln ausgebreitet hatte war er eingeschlafen.


Dienstag, 2. April 2013

Osterkonferenz

Ich konnte mich leider nicht durchsetzten. Also gab es auch dieses Jahre eine Bezirks-Oster-Konferenz und keine kleineren lokalen Konferenzen.
Einige konnten/wollten sich trotzdem die 15 Euro für Transport und Verpflegung leisten. Und so waren wir das Osterwochenende gemeinsam in Nakonde (400 km nördlich von Mpika, direkt an der Grenze zu Tansania).

Selbstverständlich war das ganze sehr afrikanisch: das gedruckte und das durchgeführte Programm hatten eher gelegentliche Übereinstimmungen, es gab besseres Essen für die Leiter (was mich mit einschließt), laute Musik und Party an Karfreitag, und manches andere mehr...
Aber die Osterbotschaft wurde gepredigt und gehört. In Gesprächen mit Einzelnen wurde deutlich, dass sie verstanden hatten, was den Pastoren auf dem Herzen lag. In den Pausen gab es ausreichend Zeit für Gespräche und sogar für einen ausgiebigen Spaziergang hatten wir Zeit.

Vier Gemeindeglieder haben sich an dem Wochenende taufen lassen - leider kam gerade da ein Regenschauer als wir an dem Damm ankamen an dem die Taufe stattfinden sollte. Aber da die Täuflinge ja ohnehin vollständig untergetaucht werden müssen hat das bisschen Regen auch nicht mehr viel ausgemacht. Nur als dann auch noch Donner dazu kam war es mir ein Anliegen, dass wir die Täuflinge nicht all zu lange im Wasser lassen...
Zum Abschluss der Konfernz durfte ich noch über die Auferstehung Jesu predigen. Eine unglaublich Botschaft: Es gibt Einen, dem konnte der Tod nichts anhaben. Sünde ist wie ein "Haltegriff", an denen  der Tod einen Menschen packen kann und festhält - aber bei Jesus gab es nicht einen einzigen "Haltegriff" und der Tod konnte ihn nicht festhalten.
Die Jünger konnten zunächst nicht glauben, dass Jesus tatsächlich auferstanden ist. Umso mehr haben sie sich für diese Botschaft eingesetzt, nachdem Jesus sie davon überzeugt hatte, dass er wahrhaftig auferstanden ist. Sie wurden Zeugen, dessen was sie selber erlebt haben.
Auch Du bist herausgefordert Zeuge zu sein. Anderen weitersagen, was Gott in Deinem Leben getan hat! Wer kommt Dir dabei in den Sinn und was ist Deine Botschaft?