





Jens in luftiger Höhe. Dahinter ist der Bodentank vergraben, damit sollten unsere Wasserversorgung sichergestellt sein - vorausgesetzt Strom ist da um die Pumpe zu betreiben.
Pastor Chabu (gelbes Hemd) mitten drin beim Arbeiten.
Dietmar als Flaschner - die Feuer- bzw. Wasserprobe kommt dann sobald alles angeschlossen ist.
Neuauflage der sieben Schwaben - diesmal mit einem Sachsen ganz vorn und zahlreichen anderen "reingeschmeckten". Aber so ein Eukalytus-Stamm hat schon sein Gewicht. Der Preis ist da schon leichter zu "tragen": 13 Euro das Stück.
Auf dem Floß mit unserem Zebra...
Das neue Jahr hat für uns mit einer sehr guten Nachricht angefangen. Wir waren zum Jahresanfang beim Ultraschall um Brittas Bauch mal genauer unter die Lupe zu nehmen:
Der/die Kleine wächst und gedeiht Bestens und wird seine Einzimmerwohnung, so Gott will, Ende Juli verlassen können. Wir freuen uns riesig auf unseren Nachwuchs. Bitte betet für die Schwangerschaft, dass alles gut geht – auch ohne die in Deutschland üblichen Routineuntersuchungen.
Ein besonderer „Ausflug“
Um seine Gemeinde in Nabwalya zu ermutigen wollte Samuel Meier ihnen einen Besuch abstatten. Dietmar Brunner und ich begleiteten ihn dabei. Nabwalya ist in der Regenzeit nicht mit dem Auto zu erreichen.
Den ersten Teil der Streck konnten wir noch im Auto zurücklegen, aber dann lagen 55 km Fußweg durch den sambischen Busch vor uns. Wir liefen gemeinsam mit zwei Männern und einer Frau aus Nabwalya. Unterwegs sahen wir jede Menge Spuren im Dreck, u.a. von Leoparden, Nilpferden, Impalas und Löwen – aber es kam zu keiner direkten Begegnung.
Leider konnten wir unser Ziel trotzdem nicht erreichen. OK, schmerzende Oberschenkel und Blasen waren ja irgendwie einkalkuliert, als dann aber Samuel Malaria bekam und wir fast zeitgleich feststellen mussten, dass der (im Vorfeld gewartete) Wasserfilter nicht funktioniert, blieb uns nur noch der Rückzug. Ziemlich geschafft kamen wir schon am zweiten Tag unserer Reise wieder am Auto an – die Nacht hatten wir in einer Schule verbracht. Dort hatten wir für den zweiten Tag Träger für unser Gepäck engagiert. Ungefähr 4 Euro für fünf Stunden Rucksackschleppen – und einen Tag Schulfrei inklusive. Aber in der gesamten Schule war gerade ohnehin nicht viel los. Die meisten Schüler waren wegen der Regenzeit nicht gekommen und auch von den drei Lehrern war nur einer da. Wir waren also eine willkommene Abwechslung und „leicht“ verdientes Geld.
Auf diesem Wege wünschen wir allen noch nachträglich ein gutes und von Gott gesegnetes Neues Jahr.
Die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel haben wir im Kupfergürtel bei Samuel und Anke Meier verbracht – ein wenig Urlaub mit unseren Missionars-Kollegen. Nun hat uns das Dorfleben (mit Regenzeit) wieder. Konkret bedeutet das:
- alles ist herrlich grün
- es gibt jede Menge Mangos (werden im Dorf nicht verkauft, weil man zu viele hat, an anderen Stellen bekommt man einen 10L Eimer Mango für 50 Cent, Höchstpreis in der Stadt: für eine Mango 15 Cent)
- man weiß nie so genau ob man wieder trocken nach Hause kommt
- Gummistiefel werden zum essentiellen Bestandteil eines Klobesuchs
- Gottesdienst findet nur statt wenn gerade kein Regen fällt.
Unser großer Vorteil: Wir haben jetzt ein Auto bei uns im Dorf – und konnten es auch schon gut gebrauchen. Eine Nachbarin hatte Malaria und die erste Behandlung hat nicht angeschlagen, als die alte Frau dann fast ohnmächtig war, sind die Verwandten gekommen und haben uns gefragt ob wir sie zum nächsten „Gesundheits-Posten“ bringen könnten. Dort gibt es eine medizinische Grundversorgung für alle die in ländlichen Gegenden wohnen. Dank 4x4 sind wir dort trotz schlechter Straßen gut angekommen.
Als ich mich am nächsten Tag nach der Frau erkundigte sagte ihr Bruder: „Es geht ihr schon wieder besser.“ – „Hat das Quinin also geholfen.“ – „Ihr Gebet hat geholfen!“ war die Antwort des Bruders.
Das erleben wir hier immer wieder, dass sich Menschen etwas besonderes Versprechen, wenn der Pastor oder der Missionar betet. Aber es geht ja nicht um die Kraft des Betenden, sondern um die Allmacht dessen mit dem wir reden. Manchmal ist es nicht ganz einfach, das auf eine gute Art zu vermitteln.