Dienstag, 10. Mai 2011

Urlaub, Arbeit & Besuch

Endlich war es soweit und nun ist es schon wieder vorbei. Sabrina und Matthias haben uns hier in Sambia besucht. Gemeinsam mit Simon, Sabrinas Bruder, der gerade hier in Sambia als Volontär arbeitet haben wir drei abwechslungsreiche Wochen erlebt.
Zunächst haben wir hier in Mpika ein wenig an unserem Haus gearbeitet - Simon ist Schreiner - und das ländliche Sambia kennen gelernt. Allerdings mussten wir manchmal ein wenig improvisieren: Hier die afrikanische Tischkreissäge:

Nach dem Jahresversammlung des Kirchenverbandes im Kupfergürtel ging es dann verstärkt durch Christine (Lehrerin auf Amano) weiter nach Livingstone. Dort haben wir die Victoria Fälle hautnah erlebt - wenig gesehen, dafür viel gespürt...
Genial war auch eine Safari-Tour im Nationalpark. Nur einen Löwen haben wir immer noch nicht gesehen.

Freitag, 8. April 2011

Ein Zuhause

Wir sind in Mpika angekommen. Hier werden wir die zweite Hälfte unseres ersten Terms (bis Aug 2013) verbringen.
Die letzten Tage war unser Haus eine reine Baustelle, aber so langsam lichtet sich der Staub. Wir sind riesig dankbar für die Hilfe, die wir von unseren Kollegen erhalten haben (siehe letzter Eintrag), sonst würde es jetzt hier noch anders aussehen. Aber auch unsere sambischen Arbeiter haben ganze arbeit geleistet. So langsam entwickelt sich das Haus zu einem Zuhause.

Ein besonderes Geschenk ist der Pastor hier in Mpika mit dem wir zusammenarbeiten werden. Wir freueun uns schon jetzt auf die Zusammenarbeit mit Andrew Chabu und seiner Frau.
Britta konnte hier in der Nähe auch ein Krankenhaus besuchen. Dort arbeitet eine holländische Frauenärztin, die Britta und das Baby unter die Lupe genommen hat: Alles in bester Ordnung!
Vielen Dank an alle die für uns beten.

Montag, 21. März 2011

Auf vielfachen Wunsch einer Einzelnen:


Aber während Britta fleißig am Brüten ist, war auch ich nicht ganz untätig. Gemeinsam mit Jens Weißflog, Samuel Meier, Johannes Schaber, Dietmar Brunner, Andrew Chabu (mein neuer Pastorenkollege in Mpika) und drei bis vier Tagelöhnern haben wir an unserem neuen Haus einiges auf Vordermann gebracht:
- Zaun gebaut (fast fertig)
- Wasserrohre im Haus verlegt (so gut wie fertig)
- Wassertankturm gebaut (fertig)
- Septiktank fürs Klo (noch ein wenig mehr Arbeit)
- Eisengittertüre (fertig)
- und manch anderes
Wir hatten eine Menge Spaß miteinander. Britta und ich sind unseren Kollegen riesig dankbar für das was Sie in diesen drei Tagen geleistet haben. Bald kommt der Umzug.
Jens in luftiger Höhe. Dahinter ist der Bodentank vergraben, damit sollten unsere Wasserversorgung sichergestellt sein - vorausgesetzt Strom ist da um die Pumpe zu betreiben.
Pastor Chabu (gelbes Hemd) mitten drin beim Arbeiten.

Dietmar als Flaschner - die Feuer- bzw. Wasserprobe kommt dann sobald alles angeschlossen ist.

Neuauflage der sieben Schwaben - diesmal mit einem Sachsen ganz vorn und zahlreichen anderen "reingeschmeckten". Aber so ein Eukalytus-Stamm hat schon sein Gewicht. Der Preis ist da schon leichter zu "tragen": 13 Euro das Stück.
Für den Fall, dass der ganze Mais für Verwirrung sorgen sollte: JA, wir leben in der Stadt, aber trotzdem wird von Sambiern jeder Quadratmeter ums Haus genutzt.

Dienstag, 8. März 2011

Es wächst...

Unglaublich was es alles gibt. Britta bekommt eine wöchentliche Schwangerschafts-Mail. Quasi als Countdown zur Geburt. Laut dieser Mail ist der kleine Mensch mittlerweile 20 cm groß und kann hören. Muss ganz schön verwirrend sein für das kleine Ding abwechselnd in Bemba, Englisch und Schwäbisch beschallt zu werden.

HaPe war letzte Woche mit den verantwortlichen Pastoren und Frauen aus der Frauenarbeit in der Nord-Provinz unterwegs. Wir haben die Gemeinden in Nakonde, Isoka und Chinsali besucht. Dabei haben wir einiges erlebt
- meine Kollegen hielten drei Predigten in drei Tagen, plus Gruppengespräche (Männer, Frauen, Jugend). Der Rekord war eine Predigt über 105 min - das entspricht ungefähr 4 Gemeinschaftsstunden in D!!! Mir ging da nurnoch das Lied durch den Kopf: "Mach End, oh Herr, mach Ende"
- einmal im Auto geschlafen - war extrem kalt. Hatte leider nur einen Hüttenschlafsack dabei und mein "Nebenschläfer" hat extrem geschnarcht.
- ein getötetes Huhn, dass leider zur falschen Zeit über die Straße geflogen ist
- fast 900 km auf der Straße und 2x eine Flußüberquerung mit einem Floß
- jede Menge Sambier, die sich riesig über unseren Besuch gefreut haben und die durch die Predigten und Gespräche ermutigt wurden.

Auf dem Floß mit unserem Zebra...

Samstag, 12. Februar 2011

Update

Das neue Jahr hat für uns mit einer sehr guten Nachricht angefangen. Wir waren zum Jahresanfang beim Ultraschall um Brittas Bauch mal genauer unter die Lupe zu nehmen:

Der/die Kleine wächst und gedeiht Bestens und wird seine Einzimmerwohnung, so Gott will, Ende Juli verlassen können. Wir freuen uns riesig auf unseren Nachwuchs. Bitte betet für die Schwangerschaft, dass alles gut geht – auch ohne die in Deutschland üblichen Routineuntersuchungen.

Ein besonderer „Ausflug“

Um seine Gemeinde in Nabwalya zu ermutigen wollte Samuel Meier ihnen einen Besuch abstatten. Dietmar Brunner und ich begleiteten ihn dabei. Nabwalya ist in der Regenzeit nicht mit dem Auto zu erreichen.

Den ersten Teil der Streck konnten wir noch im Auto zurücklegen, aber dann lagen 55 km Fußweg durch den sambischen Busch vor uns. Wir liefen gemeinsam mit zwei Männern und einer Frau aus Nabwalya. Unterwegs sahen wir jede Menge Spuren im Dreck, u.a. von Leoparden, Nilpferden, Impalas und Löwen – aber es kam zu keiner direkten Begegnung.

Leider konnten wir unser Ziel trotzdem nicht erreichen. OK, schmerzende Oberschenkel und Blasen waren ja irgendwie einkalkuliert, als dann aber Samuel Malaria bekam und wir fast zeitgleich feststellen mussten, dass der (im Vorfeld gewartete) Wasserfilter nicht funktioniert, blieb uns nur noch der Rückzug. Ziemlich geschafft kamen wir schon am zweiten Tag unserer Reise wieder am Auto an – die Nacht hatten wir in einer Schule verbracht. Dort hatten wir für den zweiten Tag Träger für unser Gepäck engagiert. Ungefähr 4 Euro für fünf Stunden Rucksackschleppen – und einen Tag Schulfrei inklusive. Aber in der gesamten Schule war gerade ohnehin nicht viel los. Die meisten Schüler waren wegen der Regenzeit nicht gekommen und auch von den drei Lehrern war nur einer da. Wir waren also eine willkommene Abwechslung und „leicht“ verdientes Geld.

Dienstag, 18. Januar 2011

Auf ein Neues

Auf diesem Wege wünschen wir allen noch nachträglich ein gutes und von Gott gesegnetes Neues Jahr.

Die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel haben wir im Kupfergürtel bei Samuel und Anke Meier verbracht – ein wenig Urlaub mit unseren Missionars-Kollegen. Nun hat uns das Dorfleben (mit Regenzeit) wieder. Konkret bedeutet das:

-         alles ist herrlich grün

-         es gibt jede Menge Mangos (werden im Dorf nicht verkauft, weil man zu viele hat, an anderen Stellen bekommt man einen 10L Eimer Mango für 50 Cent, Höchstpreis in der Stadt: für eine Mango 15 Cent)

-         man weiß nie so genau ob man wieder trocken nach Hause kommt

-         Gummistiefel werden zum essentiellen Bestandteil eines Klobesuchs

-         Gottesdienst findet nur statt wenn gerade kein Regen fällt.

 

Unser großer Vorteil: Wir haben jetzt ein Auto bei uns im Dorf – und konnten es auch schon gut gebrauchen. Eine Nachbarin hatte Malaria und die erste Behandlung hat nicht angeschlagen, als die alte Frau dann fast ohnmächtig war, sind die Verwandten gekommen und haben uns gefragt ob wir sie zum nächsten „Gesundheits-Posten“ bringen könnten. Dort gibt es eine medizinische Grundversorgung für alle die in ländlichen Gegenden wohnen. Dank 4x4 sind wir dort trotz schlechter Straßen gut angekommen.

Als ich mich am nächsten Tag nach der Frau erkundigte sagte ihr Bruder: „Es geht ihr schon wieder besser.“ – „Hat das Quinin also geholfen.“ – „Ihr Gebet hat geholfen!“ war die Antwort des Bruders.

Das erleben wir hier immer wieder, dass sich Menschen etwas besonderes Versprechen, wenn der Pastor oder der Missionar betet. Aber es geht ja nicht um die Kraft des Betenden, sondern um die Allmacht dessen mit dem wir reden. Manchmal ist es nicht ganz einfach, das auf eine gute Art zu vermitteln.

 

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Predigt vorbereiten macht Spaß

Mit den Predigt-Texten habe ich in Missambo einfach mal vorne in der Bibel angefangen. Nach einem halben Jahr bin ich bei Hagar und Ismael (1. Mose 16) angekommen. Nun bin ich bei der Vorbereitung auf ein Zitat gestoßen, dass ich Euch nicht vorenthalten wollte. Es hat ein wenig gedauert, bis ich das verstanden hatte, aber dann fand ich es richtig gut und einleuchtend:

Inordinate desires commonly produce irregular endeavours. If our wishes be not kept in a submission to God's providence, our pursuits will scarcely be kept under the restraints of his precepts.

Hier steht die Übersetzung (in schwarz), zum lesen einfach markieren:
Unmäßige Begehren produzieren gewöhnlich ordnungswidrige Bemühungen. Wenn unsere Wünsche nicht der Versorgung Gottes untergeordnet werden, können unsere Aktivitäten kaum in den Begrenzungen seiner Regeln gehalten werden.

So und nun versuch bitte mal das in Chibemba… Vielleicht kann dieses Zitat aber manchen Eltern bei ausgefallenen Weihnachtswünschen ihrer Kinder als Entschuldigung dienen.

Noch ein Gebetsanliegen:
Britta hat Probleme mit ihrem rechten Handgelenk. Scheint so etwas wie eine Sehnenscheidenentzündung zu sein. Sie hat jetzt die letzten Tage mal ruhig gemacht - und ich hab ihre Aufgaben übernommen. Gar nicht so ohne was meine Frau da so jeden Tag leistet. Wir haben beide großes Interesse daran, dass sie bald wieder gesund wird...