Donnerstag, 6. November 2008

Da musch verügt wera!


Wow! Was für ein Abend. Zuerst waren wir mit Meli (Halbschwester aus D) und Lucie (Chefin aus C) im Musikal "We will rock you!". War der Hammer. Anschließend als wir wieder im Adamhouse waren ging auch da so richtig die Post ab.

Zuerst hat mich einer der Bewohner aufgefordert fünf andere Bewohner aus dem Wohnzimmer zu werfen damit er seinen Putzdienst machen kann und dann hat er den ganzen Boden mit Seife eingesprüht um diese dann mit einem Wischmobb gleichmäßig zu verteilen.
Alles was es hierzu zu sagen gibt hat Paul-Henri gesagt. Zur Feier des Tages, hat der gebürtige Kongolese sein bestes Schwäbisch ausgepackt:




Dem ist nichts hinzuzufügen!

Mittwoch, 5. November 2008

2x Besuch


Der erste Besuch, den wir bekommen haben ist uns eher unwillkommen. Trotz deutlicher
Ausladung durch Bleichmittel hat sich Cimex lectularius (gemeinhin als Bettwanze bekannt) nicht davon abhalten lassen, unser Domizil erneut zu besuchen. Das heißt wir werden am Freitag wieder zur Bleiche greifen und unseren ungebetenen Gästen zu Leibe rücken.

Der zweite Besuch ist uns dagegen umso willkommener. Meli Laitenberger ist für ein paar Tage in Canada. Da sie bei Lucie - Mitarbeiterin im Adamhouse - wohnt, hat sie natürlich auch bei uns im Adamhouse vorbeigeschaut und viele liebe Grüße aus der Heimat ausgerichtet und uns Geschenke mitgebracht. Vielen Dank an dieser Stelle! Wir freuen uns schon darauf, dass wir morgen Abend gemeinsam mit ihr durch die Stadt streifen können.

Sonntag, 2. November 2008

Esto me suena a chino

Heute waren Britta und ich zum ersten Mal in der Gemeinde, in der wir mitarbeiten werden - vermutlich. Entgegen allen Erwartungen handelt es sich dabei nicht um eine afrikanische Gemeinde, sondern eine spanische.
Was für Britta ein Grund zum Jubeln war, löste bei mir wieder einmal den Wunsch aus, die Sprachverwirrung rückgängig zu machen. Da Gott meine Gebete nicht erhört hat gab's für mich zwei Stunden "nix verstehn in Athen". Aber am Abendmahl hab ich trotzdem teilgenommen.

Mein Highlight kam nach dem Gottesdienst: Der Sohn des Pastors leitet jeden Freitagabend eine Fußball-Gruppe. Ich hoffe, dass ich das irgendwie hinbekommen kann und dort mitspielen darf.

Geht das mit dem Abschied schon wieder los...

Gestern war Arbeitstag. Pastor John und seine Familie sind aus dem Adamhouse in ihre neue Kellerwohnung gezogen. Wenig Fenster, aber viel Platz.
Das, was bei UNSEREM Umzug starke Jungs aus Sommenhardt/Lützenhardt erledigt haben, war nun mein Job: "Schleppt das schwere Zeug (3 große Sofas, Waschmaschine, Trockner, XXL-Kühlschrank und Gefrierschrank) einfach in den Keller." Was tut man nicht alles für seine neuen Freunde.
Wir werden John, Ann und die Kinder im Adamhouse echt vermissen. Aber zum Glück dürfen wir sie jederzeit besuchen.
Gebetsanliegen: John bewirbt sich bei einer größeren Gemeinde in der Nachbarschaft um eine Stelle als Pastor. Bitte betet für ihn und seine Familie.

Donnerstag, 30. Oktober 2008

Psssst....

Heute muss ich ganz leise schreiben, denn ich befinde mich zum ersten Mal in einer der größten Bibliotheken Torontos. Ein schickes fünfstöckiges Gebäude. Bestens geeignet um darin Verstecken zu spielen. Für mich ging es bei dem Ausflug ins Büchermeer eher darum einen Platz zu finden, an dem ich in Ruhe meine Leseaufgaben für Morgen erledigen kann. Mission geglückt. Ich sitze im dritten oder vierten Stock, an einer schönen Glasfront und les englische Artikel über das Leben als Missionar in anderen Kulturen...
Die Woche war wieder bunt gefüllt. Britta hat am Dienstag wieder für ca. 20 Leute gekocht und Apfelkuchen gebacken. Die werden ihr hier am Ende ein Denkmal setzen! Aber danach war Britta ziemlich müde und etwas angeschlagen. Mittlerweile geht es ihr schon wieder besser.

Der Witz der Woche: HaPe im Englischunterricht. In einem Anfall geistiger Umnachtung habe ich das oben abgebildete Lineal genommen und es mir sachte mehrfach gegen die Stirn schnalzen lassen... Irgendwann haben mich dann alle angeschaut (wir sitzen an Tischen im Halbkreis) und Britta fragte mich: HaPe what are you doing? Das war der Moment als ich wieder zu Bewusstsein kam, das Lineal auf die Seite gelegt habe und verzweifelt versucht habe die Lacher zu ignorieren. In dieser Unterrichtsstunde war das Thema Körpersprache. Persönliche Auslegungen dürfen gerne als Kommentar gepostet werden.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Stadtflucht

Dieses Wochenende haben wir die Gelegenheit genutzt der Großstadt zu entfliehen. Gemeinsam mit Miri und Joachim sind wir zu Familie Kümmel gereist. Von Freitag Abend bis Samstag Abend waren wir in Mofat.
Wir haben dort am Haus ein paar Arbeiten vorgenommen und die Zeit mit Andrea, Joachim und ihren Kindern genossen.
Heute waren wir dann in einem richtig genialen Studentengottesdienst in der Knox-Church. Dieser Gottesdienst hat uns so richtig gut getan und wir haben einige Leute getroffen, die wir bereits bei einer Thanksgiving-Party getroffen haben. Das war richtig nett.
Zur Krönung des Abends gab es dann noch im Adam-House eine Einladung zum afganischen Abendessen - einfach lecker.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Der Alltag beginnt

Das mit der Kirche hat letzten Sonntag nicht so geklappt. Britta ging es nicht so gut (etwas Fieber) und unsere Vertretung fürs Adamhouse hat sich ebenfalls krankgemeldet. Also haben wir einen gemütlichen Tag "zu Hause" verbracht.
Das Internet ist ebenfalls immer noch am kränkeln. Zu allem Übel hat sich unsere Nachbarin unserem Zugriff durch die Einführung eines Passwortes entzogen.
Dafür haben wir seit heute eine Waschmaschine mit funktionierendem Timer und einen Kühlschrank von der Größe eines Schlafzimmerschrankes. Man könnte ihn für die neuangekommenen Ex-Äquatorzonen-Bewohner als Trainingslager für den kanadischen Winter benutzen. So a la "Cool Runnings".

http://de.youtube.com/watch?v=aaov7DNICPg

Britta durfte am Dienstag für ca. 20 Personen kochen. Dank einer am Morgen angekommenen Lieferung von Second Harvest (altes Essen aus dem Supermarkt) konnte sie ein leckeres Chilli con Carne mit (fast frischen) Fladenbrot auf den Tisch zaubern.
Nach einer ersten intensiveren Bedbug-Erfahrung (zumindest für Britta) haben wir unser ganzes Bettzeug in die (reparierte) Waschmaschine geworfen und konnten in der Nacht darauf prompt Bedbug-frei schlafen.